






Macbeth
Melodramma in vier Akten | Text von Francesco Maria Piave, nach Shakespeare
Koproduktion mit Tokyo Nikikai Opera Foundation
In Originalsprache. Mit deutschen Übertiteln
Shakespeares berühmtes schottisches Königsdrama bekommt in seiner Vertonung durch den italienischen Musikdramatiker eine rasante Lebendigkeit, die verblüfft, amüsiert und unterhält, aber auch tief im Herzen anrührt. Verdi räumt den Hexen noch mehr Raum ein als Shakespeare. Alle mächtigen Könige müssen im Laufe der Handlung erfahren, wie schwach sie sind. Ihr Aufstieg und Untergang ist lange schon in der Hexenküche vorbereitet worden. Peter Konwitschny inszeniert die Doppelgesichtigkeit der Weltgeschichte: Spuk findet nicht nur in der Hexenküche statt, sondern ist allgegenwärtig. Durch die Anwesenheit der Hexen werden perfide Mechanismen entlarvt, werden berechnende Politik und skrupelloses Machtstreben lächerlich gemacht, gleichzeitig aber auch die Tragik der Menschen gezeigt, die sich dem mörderischen Geschehen nicht entziehen können. Wie in »Aida«, »Traviata« und »Rigoletto« plädiert Verdi auch hier für die humanen und liebenswerten Seiten gerade in den Figuren, die von der Gesellschaft ausgegrenzt werden.
Inszenierung
Musikalische Leitung Ulf Schirmer / William Lacey (15.12.) | Inszenierung Peter Konwitschny | Bühne Jörg Kossdorff | Kostüme Michaela Mayer-Michnay | Choreinstudierung Alessandro Zuppardo | Dramaturgie Bettina Bartz, Bernd Krispin
Besetzung
Duncan, König von Schottland Bert Franzke | Macbeth Marco di Felice / Thomas J. Mayer (4.2.) | Banquo James Moellenhoff | Lady Macbeth Amarilli Nizza | Macduff Giuseppe Varano | Malcolm Norman Reinhardt | Kammerfrau der Lady Jean Broekhuizen | Ein Arzt, Ein Mörder, Ein Diener Milcho Borovinov | Chor der Oper Leipzig | Gewandhausorchester
Stückeinführung
Zu allen Vorstellungen finden Einführungen jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Konzertfoyer statt.
Im Anschluss an die Vorstellung am 4. Februar 2012 laden wir zu einem Publikumsgespräch ein.