


Die Meistersinger von Nürnberg
Oper in drei Aufzügen | Text vom Komponisten
Spieldauer: ca. 5 1/2 Stunden | Zwei Pausen
Richard Wagners einzige komische Oper erzählt vom idealen Menschheitstraum, durch Kunst ein blühendes Gemeinwesen zu schaffen. In einem den mittelalterlichen Meistergesang pflegenden Nürnberg sorgt der begabte Außenseiter Stolzing für Aufregung. Um Pogners Tochter Eva heiraten zu dürfen, muss er die Regeln des Meistergesangs erlernen und als Sieger aus dem Sängerwettbewerb hervorgehen. Auch dem populären Hans Sachs ist Eva nicht gleichgültig. Doch als er in Stolzings Gesang ein außergewöhnliches Talent erkennt, scheint er selbstlos auf sein persönliches Glück zu verzichten ...
Die Inszenierung von Jochen Biganzoli im Bühnenbild von Helmut Brade schafft einen Bogen zum 50jährigen Jubiläum des Leipziger Opernhauses, das 1960 mit dieser Wagner-Oper eröffnet wurde.
»Zum 50-jährigen Jubiläum des neuen Leipziger Opernhauses ist Jochen Biganzoli eine meisterhafte Inszenierung gelungen. Ein mitreißendes Denkmal. Hier wird ein Stück unseres kulturellen Teppichs hochgehoben und man sieht, was alles weggekehrt wurde und wird.«
Fränkischer Tag
»Bedeutsam wird Szenisches, wenn Konkretes abstrakte Dimensionen bekommt. Die Prügelfuge im zweiten Akt ist Beispiel dafür: Ein Schlüsselmoment für den szenisch wie stimmlich ambitionierten Chor der Leipziger Oper.«
oper & tanz
Inszenierung
Musikalische Leitung Ulf Schirmer| Inszenierung Jochen Biganzoli | Bühne Helmut Brade | Kostüme Heike Neugebauer | Choreografie Silvia Zygouris | Einstudierung Kinder- und Jugendchor Sophie Bauer | Choreinstudierung Alessandro Zuppardo
Besetzung
Hans Sachs Wolfgang Brendel | Veit Pogner James Moellenhoff | Kunz Vogelgesang Martin Petzold | Konrad Nachtigall Jürgen Kurth | Sixtus Beckmesser Dietrich Henschel / Adrian Eröd (9.4.) | Fritz Kothner Tuomas Pursio | Balthasar Zorn Timothy Fallon | Ulrich Eisslinger Keith Boldt | Augustin Moser Tommaso Randazzo | Hermann Ortel Tomas Möwes | Hans SchwarzMatthew Anchel | Hans Foltz Miklós Sebestyén | Walther von Stolzing Burkhard Fritz (8.1., 15.1.) /Stefan Vinke | David Dan Karlström | Eva Christiane Libor (8.1., 15.1.) /Michaela Kaune (11.2., 9.4.)| Magdalene Karin Lovelius | Chor der Oper Leipzig | Kinder-, Jugend- und Zusatzchor der Oper Leipzig | Gewandhausorchester
Pressestimmen
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»50 Jahre nach Eröffnung des neuen Opernhauses mit Wagners „Meistersingern“ erlebt Leipzig eine treffende Neuinszenierung. Auf den Tag genau fünfzig Jahre, nachdem Leipzigs Opernneubau mit Wagners „Meistersingern“ eröffnet wurde, hat Biganzoli das Werk streitbar, aber … stimmig neuinszeniert. Eine kluge, allzu glatte Deutung scheuende Neuinszenierung. …«
Sächsische Zeitung, 11.10.2010
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»Zum 50-jährigen Jubiläum des neuen Leipziger Opernhauses ist Jochen Biganzoli eine meisterhafte Inszenierung von Richard Wagners „Meistersingern“ gelungen. Ein mitreizendes Denkmal. Hier wird ein Stück unseres kulturellen Teppichs hochgehoben und man sieht, was alles weggekehrt wurde und wird.…«
Fränkischer Tag, 09.11.2010
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»Bedeutsam wird Szenisches, wenn Konkretes abstrakte Dimensionen bekommt. Die Prügelfuge im zweiten Akt ist Beispiel dafür: Sie beginnt realistisch, dann – derweil das Orchester zu strampeln beginnt – lässt Biganzoli die Tobenden in militärischer Formation bedrohlich erstarren: Ein Schlüsselmoment für den szenisch wie stimmlich ambitionierten Chor der Leipziger Oper. Im Quintett „Wach ich oder träum ich“, das Sachs, Eva und Stolzing, sowie Magdalene und David – also Rivalen, verschiedener Stände – für Minuten miteinander vereint, artikuliert sich, was das Normalste und zugleich Gefährdetste ist: ein Moment unverstellter menschlicher Nähe, die jenseits von allen Gesetzten und Normen auf Lebendiges, Lebenswertes verweist.…«
oper & tanz, 30.11.2010