



Così fan tutte
Opera buffa in zwei Akten | Text von Lorenzo Da Ponte
Deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze | Eine Produktion der Komischen Oper Berlin
Spieldauer ca. 3 1/2 Stunden | Eine Pause
Pendelnd zwischen Klamauk und Tragik ist das dritte und letzte Meisterstück des Erfolgsteams Mozart/Da Ponte ein Unikum der Operngeschichte. „Von der Musik ist, glaube ich, alles gesagt, dass sie von Mozart ist …“, schrieb schon 1790 das Weimarer Journal des Luxus und der Moden im Bericht über die Uraufführung.
Wer des Italienischen mächtig ist, weiß, dass sich der Titel Così fan tutte – So machen es alle – ausschließlich auf Frauen bezieht. Das Stück dreht sich nämlich um die Frage, ob diese dem Mann so rätselhaften Wesen überhaupt treu sein können: Zwei junge Männer sind naiv genug, auf die Treue ihrer Verlobten hundert Zechinen zu verwetten. Auch die Frauen selber können sich gar nicht vorstellen, sich jemals für einen anderen Mann zu interessieren. Von soviel Leichtgläubigkeit herausgefordert, setzen zwei alternde Zyniker, ein Philosoph und eine Kammerzofe, alle Hebel in Bewegung, um die romantische Illusion von der ewigen Liebe zu zerstören. Die jungen Leute werden im Zuge der handgreiflichen Beweisführung in einen so heftigen Strudel emotionaler Verwicklungen gezogen, dass ihnen am Ende Zweifel kommen, ob sie es wirklich so genau hatten wissen wollen.
Man kann das Stück in seinem Nebeneinander von Witz und Ernst, von frecher Derbheit und psychologischer Feinzeichnung als heiteres Verwirrspiel um jugendlichen Liebesüberschwang oder als abgründige Analyse zwischenmenschlicher Beziehungen verstehen. Der Regisseur Peter Konwitschny brachte den Inhalt auf den knappen Satz: „Und plötzlich ist alles anders …“
»Eine rundum gelungene Komödie: das Bühnenbild ist der Schlüssel ... eine Traumwelt, in der verstörende Wahrheiten zum Ausdruck kommen. Die Gefühle sind echt, dank der Musik. Und dank dem fabelhaften Ensemble, das sie singt. Agil und präzise spielt das Gewandhausorchester, liefert wunderbare Soli.«
Leipziger Volkszeitung
»So entsteht ein überzogenes Spiel mit Menschen und Puppen, voller Aktion, drastischer Spaß vor ernstem Hintergrund. Das hat Tempo und Witz, ist oft erhellend, manchmal verstörend, verrückt, hintergründig und ganz selten provozierend.«
Sächsische Zeitung
Inszenierung
Musikalische Leitung Anthony Bramall | Inszenierung Peter Konwitschny | Einstudierung Georgios Kapoglu | Bühne Jörg Kossdorff | Kostüme Michaela Mayer-Michnay | Choreinstudierung Stefan Bilz
Besetzung
Fiordiligi Viktorija Kaminskaite (22.12., 6.7.) / Soula Parassidis (10.2., 17.5.) | Dorabella Kathrin Göring (22.12., 10.2.) / Jean Broekhuizen (17.5., 6.7.) | Despina Jennifer Porto / Margareta Klobucar (10.2.) | Guglielmo Morgan Smith / Peter Kubik (10.2.) | Ferrando Norman Reinhardt | Don Alfonso Jürgen Kurth | Chor der Oper Leipzig | Gewandhausorchester
Pressestimmen
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»Eine rundum gelungene Komödie: das Bühnenbild ist der Schlüssel ... eine Traumwelt, in der verstörende Wahrheiten zum Ausdruck kommen. Die Gefühle sind echt, dank der Musik. Und dank dem fabelhaften Ensemble, das sie singt. Agil und präzise spielt das Gewandhausorchester, liefert wunderbare Soli.…«
Leipziger Volkszeitung
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»So entsteht ein überzogenes Spiel mit Menschen und Puppen, voller Aktion, drastischer Spaß vor ernstem Hintergrund. Das hat Tempo und Witz, ist oft erhellend, manchmal verstörend, verrückt, hintergründig und ganz selten provozierend. …«
Sächsische Zeitung