


Alkestis / Alceste
Zum letzten Mal am 17.3. und 8.6.!
Tragische Oper in drei Akten | Text von Raniero de Calzabigi und Le Blanc du Roullet | Italienisch-deutsche Fassung der Oper Leipzig. Mit deutschen Übertiteln | Gluck-Ring 1
Spieldauer: ca. 2 3/4 Stunden | Eine Pause
Höhere Mächte haben entschieden – nur der Tod eines anderen Menschen kann König Admetos vor dem drohenden Lebensende bewahren. Als einzige willigt seine Frau Alkestis ein, sich für ihren geliebten Mann zu opfern. Denn ohne ein männliches Staatsoberhaupt sind das Land und auch ihre Kinder schutzlos dem Chaos ausgeliefert. Ihre Opferbereitschaft führt allerdings zu einem aus- gedehnten Ehestreit: Vom Tode gekennzeichnet, muss sich Alkestis auch noch die Klagen und Vorwürfe ihres Mannes gefallen lassen, der sie nicht loslassen will. Da erscheint Herkules als strahlender Held. Bringt er Alkestis und Admetos die Rettung oder ist ihre Zeit doch abgelaufen?
Peter Konwitschny inszeniert Glucks Alkestis an der Oper Leipzig als erste Oper seines geplanten Gluck-Rings, der neben Alkestis auch Iphigenie in Aulis, Iphigenie auf Tauris und Armida beinhaltet und bis 2013 komplettiert wird.
»Konwitschnys Neuproduktion gelingt die Zuspitzung auf das große Thema des Opfers zwei Akte hindurch vorzüglich. Mit fast magischer Detailgenauigkeit entfaltet er die seelischen Abgründe hinter dem blutigen Ritual.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Wie er aber den Abend umkehrt, das ist frech, ja frivol. Den zwei Akten der Wiener Fassung von 1767 fügt er, als bitterböses Satyrspiel, den dritten Akt der Pariser Fassung von 1776 hinzu. Und damit den Helden Herkules. Mit seinem Eintreten sagt der Mythos adé und wir befinden uns in einer live übertragenen Fernsehshow Hercool TV. Ein Ritual auch das. Aber der Kult ist depraviert zum Amüsement.«
Frankfurter Rundschau
Inszenierung
Musikalische Leitung Anthony Bramall | Inszenierung Peter Konwitschny | Bühne Jörg Kossdorff| Kostüme Michaela Mayer-Michnay | Choreinstudierung Alessandro Zuppardo| Einstudierung Kinderchor Sophie Bauer | Choreografie Mirko Mahr | Video fettFilm (Momme Hinrichs und Torge Møller)
Besetzung
Alkestis Chiara Angella | Admetos Markus Petsch| Evandros Norman Reinhardt | Ismene Viktorija Kaminskaite | Oberpriester Apollos Jürgen Kurth | Herkules Ryan McKinny | Apollo Tomas Möwes | Eumelo, Aspasia Mitglieder des Kinderchores | Chor und Kinderchor der Oper Leipzig | Damen des Leipziger Balletts | Gewandhausorchester
Pressestimmen
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»Konwitschnys Neuproduktion gelingt die Zuspitzung auf das große Thema des Opfers zwei Akte hindurch vorzüglich. Mit fast magischer Detailgenauigkeit entfaltet er die seelischen Abgründe hinter dem blutigen Ritual.…«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
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»Eigen, aber Art.…«
Bild am Sonntag, 18.04.2010
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»Großen Applaus gab es am Premierenabend auch für das Gewandhausorchester unter der Leitung des kurzfristig eingesprungenen jungen griechischen Dirigenten George Petrou sowie für Chor, Kinderchor und Sängerensemble. Gefeiert vor allem für ihre anrührende Darstellung der Alkestis wurden Chiara Angella und als Admetos Yves Saelens sowie Ryan McKinney als Herkules.…«
ddp, 19.04.2010
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»Auf dem Weg dahin überrascht Konwitschny in den ersten beiden Akten […]: Eins zu eins erzählt er die Geschichte vom König Admetos, dessen Frau sich opfert, damit er nicht sterben muss. Konwitschny zeigt in großen Bildern eine Gesellschaft, die erstarrt ist in Ritualen. Nach der Pause ist nichts mehr wie zuvor. Da rastet es ein, das intelligente Theater des Peter Konwitschny, das sich nicht zufrieden gibt, eine Vorlage ironisch zu brechen oder poppig zu bebildern. Denn die überraschende Wende zeigt ja vor allem ein: Die Mechanismen sind die gleichen geblieben, nur tragen sie andere Masken. […] Am Schluss ist der Jubel für alle Beteiligten groß, einige einsame Buhs mischen sich zaghaft hinein. …«
Leipziger Volkszeitung, 19.04.2010
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»Bei seiner „Alceste“-Inszenierung, Konwitschnys erster Neuproduktion für sein Leipziger Haus, gelingt die Zuspitzung auf das große Thema des Opfers zwei Akte hindurch vorzüglich. Mit fast magischer Detailgenauigkeit, über die heute nur wenige Opernregisseure verfügen, entfaltet er die seelischen Abgründe hinter dem blutigen Ritual. So schlicht und eindrucksvoll kann perfektes Handwerk aussehen. …«
Frankfurter Allgemeine, 19.04.2010
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»Glucks Opernreform, die in „Alkestis“ ihre vehementeste Äußerung fand, bestand ja wesentlich darin, die (zumal vokalen) Feuerwerke und das Ereignishafte der italienischen Opera seria zu suspendieren. So verstanden, treibt Konwitschnys „Alkestis“ ihrem tieferen Sinn zu: als Beschwörung vormaliger Gesellschaftszustände. Dass er den brechtischen Blick ins Jetzt nicht vergessen würde, war anzunehmen. Wie er aber den Abend umkehrt, das ist frech, ja frivol. Den zwei Akten der Wiener Fassung von 1767 fügt er, als bitterböses Satyrspiel, den dritten Akt der Pariser Fassung von 1776 hinzu. Und damit den Helden Herkules. Mit seinem Eintreten sagt der Mythos adé und wir befinden uns in einer live übertragenen Fernsehshow Hercool TV. Ein Ritual auch das. Aber der Kult ist depraviert zum Amüsement.…«
Frankfurter Rundschau, 19.04.2010
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»Schade, dass der Leipziger Gluck-Zyklus erst im November weitergeht!…«
Bayern 4 Klassik, 19.04.2010
Stückeinführung
Im Rahmen der Stückeinführung »Alkestis« am 08.06.2012 findet eine Projektpräsentation eines theapädagogischen Projekts „Götter und Helden“ mit den sehbehinderten Kindern der Vladimir-Flatow-Schule statt. Deshalb beginnt die Stückeinführung am 08.06.12 bereits 18.00 Uhr.
Im Anschluss an die Vorstellung am 08.06.2011 laden wir zu einem Publikumsgespräch ein.