Roland Aeschlimann
Ist gebürtiger Schweizer. Nach mehreren Jahren als Art Director in Japan war er von 1976 bis 1980 Ausstattungsleiter am Grand Théâtre de Genève, an dem er weiterhin regelmäßig arbeitet. Als Bühnenbildner war er u.a. an den Opernhäusern von Essen, Stuttgart, Frankfurt, Warschau, Wien, Berlin, London, Paris, Aix-en-Provence und New York tätig. Wichtige Arbeiten waren »L’Orfeo« (Monteverdi), »Luci miei traditrici« (Sciarrino) und »La damnation de Faust« am Théâtre de la Monnaie Brüssel. Er arbeitete als Bühnenbildner für Produktionen von »Luisa Miller« am Royal Opera House Covent Garden London, »Tristan und Isolde« beim Glyndebourne Festival, »Il figlio delle selve« bei den Schwetzinger Festspielen. Außerdem entwarf er das Bühnenbild für die Uraufführung »Theaterkonzert« von Mauricio Kagel bei der Ruhr-Triennale. Seit einigen Jahren führt Roland Aeschlimann auch erfolgreich Regie im Musiktheater; so inszenierte er z.B. in der Spielzeit 1995/96 Bartóks »Herzog Blaubarts Burg« und 1997/98 Verdis »La forza del destino« in Münster. In beiden Fällen entwarf er auch das Bühnenbild. 2004 inszenierte er bereits in Genf Wagners »Parsifal«, für den er ebenfalls das Bühnenbild entwarf. Für die Oper Leipzig entwarf er 2001 die Bühne zu »Pelléas et Mélisande« und arbeitete 2005/06 als Regisseur und Ausstatter von »Parsifal« wiederum in Leipzig.
Lotte de Beer
2009 Abschluss an der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten. Auszeichnung mit dem Ton Lutz Award in der Kategorie vielversprechendste Karriere als Opernregisseur für die Abschlussproduktion »Häuptling Abendwind«. Inszenierung zahlreicher Produktionen wie »Penthesilea«, »Pierrot Lunaire« und »Aida« an Häusern wie der Nederlandse Opera, der Neuköllner Oper und dem Kameroperahuis. Leiterin des Festivals anlässlich des 25. Jubiläums des Muziektheater Amsterdam, in dem 25 verschiedene Produktionen in Koproduktion mit dem Nationale Ballet und der Nederlandse Opera produziert wurden. Zukünftige Projekte an der Nederlandse Opera anlässlich des Holland Festivals, an der Opera Abao in Bilbao und am Theater an der Wien. An der Oper Leipzig 2008 / 09: »Clara S.« (in einem Doppelabend mit Peter Konwitschnys szenischer Version der Bachkantate »Ich habe genug«), 2010 / 11: Inszenierung der Kinderoper »Die ara-bische Prinzessin«, 2011 / 12 »Das schlaue Füchslein«.
Jochen Biganzoli
Geboren in Kaiserslautern. Studium der Theater- und Musikwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg. Regieassistent am Badischen Staatstheater in Karlsruhe und am Bremer Theater. Dort Zusammenarbeit u.a. mit Regisseuren wie Uwe Wand, Christoph Loy, Jürgen Gosch und Peter Konwitschny. Neben seiner Tätigkeit am Theater unterrichtete er fünf Jahre lang an der Hochschule für Künste in Bremen. Erste erfolgreiche eigene Inszenierungen in Bremen (u.a. »Jakob Lenz«), anschließend Engagement als Oberspielleiter und Spartenleiter des Musiktheaters am Kleist Theater in Frankfurt (Oder), dort inszenierte er u.a. »Don Giovanni«, »Werther« und »Rigoletto«. Seit 1999 freiberufliche Arbeit als Regisseur mit Inszenierungen von »Così fan tutte« und »Die Zauberflöte« am Stadttheater Pforzheim, »Hoffmanns Erzählungen« am Theater Altenburg-Gera, »Der Freischütz« am Landestheater Detmold, außerdem Einstudierung der »Lohengrin«-Inszenierung von Peter Konwitschny (Produktion der Hamburgischen Staatsoper) am Det Kongelige Teater in Kopenhagen und am Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Biganzoli produzierte und inszenierte in Kooperation mit der bremer shakespeare company die »Winterreise« von Franz Schubert. Mit den Produktionen »Das Land des Lächelns«, »Luisa Miller«, »La Bohème« (auf DVD aufgezeichnet), »Der Rosenkavalier« und »Margarethe« wurde Jochen Biganzoli zum prägenden Regisseur am Landestheater Eisenach. In der Spielzeit 2008/09 inszenierte er u.a. »Fidelio« am Landestheater in Detmold und »Orpheus in der Unterwelt« am Theater in Augsburg. 2009/10 »Jesus Christ Superstar« am Schleswig-Holsteinischen Landestheater Flensburg, Schumanns »Genoveva« am Theater Plauen-Zwickau.
In der Spielzeit 2010/11 »Die Meistersinger von Nürnberg« an der Oper Leipzig.
Michiel Dijkema
Geboren in Holland. Klavierstudium an der Hochschule für Musik »J. P. Sweelinck« Amsterdam und an der Hochschule der Künste Utrecht. Im Anschluss Studium der Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin, verbunden mit ersten Inszenierungen in Amsterdam, Berlin und Harlem. Tätigkeit als Liedbegleiter und Besuch von Liedklassen von Thom Bollen in Utrecht und Wolfram Rieger in Berlin. Verschiedene internationale Opernregiepreise: den zweiten Europäischen Opernregie-Preis 2005, den ersten Peter-Konwitschny-Nachwuchsregiepreis (Bizets »Carmen«, Landestheater Eisenach) und 2007 den Eesti Teatrikunsti Muusikalavastuste Award (Rossinis »La Cenerentola«, Estnische Nationaloper Tallinn). Seit 2005 internationale Arbeit als Regisseur und Bühnenbildner, u.a. Debussys »Pelléas et Mélisande« und Glucks »Orfeo ed Euridice« (Nationale Reisopera Enschede), Beethovens »Egmont« und Schönbergs »Pierrot lunaire« (Gergiev Festival Rotterdam), Monteverdis »L’Orfeo« (Drottningholms Slottsteater Stockholm), »Carmen« (Theater Eisenach und Meiningen), Kanders »Cabaret« (Theater Neustrelitz), J. Strauß’ »Die Fledermaus« (Eisenach, Novaya Opera Moskau, Talinn), Marschners »Der Vampyr« (Grachtenfestival Amsterdam), »Die Zauberflöte« und »Hänsel und Gretel« (Musiktheater im Revier Gelsenkirchen), Rossinis »Il Barbiere di Siviglia« (Hessisches Staatstheater Wiesbaden) sowie Offenbachs »La Périchole« und »Die Großherzogin von Gerolstein« (Staatsoperette Dresden).
An der Oper Leipzig 2009/2010 Regie/Bühne zu »Der Türke in Italien« und 2011 »Tosca«.
Birgit Eckenweber
Geboren in Hamburg, Studium der Musik- und Theaterwissenschaft sowie Philosophie an der Universität Bayreuth. Ihre theoretische Ausbildung komplettierte sie schon während des Studiums mit Regie-Hospitanzen bei Ruth Berghaus, Amélie Niermeyer, Claus Peymann, Harry Kupfer und Marco Arturo Marelli und ersten eigenen Inszenierungen an der Studiobühne Bayreuth. Ihr erstes Engagement führte Birgit Eckenweber 1998 an das Theater der Altmark in Stendal. Dort war sie als Dramaturgin und Regisseurin tätig, davon drei Jahre in der Position der Chefdramaturgin. Zu ihren bisherigen Inszenierungen gehören Stücke von August Strindberg, Anton Tschechow, Arthur Schnitzler, Kerstin Specht, David Harrower, J. M. Barrie und György Ligeti. 2004 wechselte sie als Musikdramaturgin zum Theater Plauen-Zwickau, wo sie wiederum Regie führte und mit der Inszenierung von Benjamin Brittens Kinderoper »Let’s make an opera« als Opernregisseurin debütierte. 2008 folgte die Inszenierung von Engelbert Humperdincks Oper »Hänsel und Gretel«.
Peter Konwitschny lud Birgit Eckenweber ein, dasselbe Werk an der Oper Leipzig neu zu inszenieren.
Wolfgang Engel
Geboren in Schwerin. Zunächst in Berlin Ausbildung als Schauspieler, 1968 erste Regiearbeiten in Schwerin. In den 1970er Jahren Regisseur an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul und am Jugendtheater in Berlin. Ab 1978 Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin. 1980 bis 1991 Regisseur am Staatsschauspiel Dresden, wurde dort zu einem der wichtigsten Regisseure der DDR. Ab 1983 Gastregisseur u.a. am Staatstheater in Saarbrücken, dem Wiener Burgtheater, Züricher Schauspielhaus, dem West-Berliner Schillertheater und Münchner Residenztheater. 1991 bis 1994 Regisseur am Schauspiel Frankfurt am Main. Von 1995 bis 2008 Intendant des Schauspiels Leipzig. Inszenierte Opern in Stuttgart, Basel, Leipzig (»Aida«, »Don Carlos«), Chemnitz (»Così fan tutte«) und Braunschweig (»Falstaff«), Letzte erfolgreiche Inszenierungen u.a. Staatsschauspiel Dresden Friedrich Schillers »Wilhelm Tell« und »Der Turm« nach Uwe Tellkamps Roman. 2011 Theaterpreis »Faust« für sein Lebenswerk.
An der Oper Leipzig 2010 Regie von Prokofjews »Liebe zu drei Orangen« mit Wiederaufnahme 2011.
Claus Guth
Geboren in Frankfurt, studierte in München Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaften sowie Theater- und Opernregie. Schon früh bildeten Uraufführungen einen wichtigen Schwerpunkt seiner Arbeit: Bei der Münchener Biennale inszenierte er u.a. Kulentys »Mother of black winged dreams«, bei den Salzburger Festspielen deutete er Luciano Berios »Cronaca del luogo«, an der Semperoper Dresden Peter Ruzickas »Celan« und in Basel »Schwarzerde« von Klaus Huber. Doch auch im »traditionellen« Repertoire ist Claus Guth zu Hause. Sein Spektrum reicht von der Barockoper bis zu Klassikern der Moderne wie Strawinskys »The Rake’s Progress«. In Zürich führte er u.a. bei Schuberts »Fierrabras«, Händels »Radamisto« und Dukas’ »Ariane et Barbe-Bleue« Regie. 2003 gab er mit »Der fliegende Holländer« sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen. 2005 inszenierte er bei den Wiener Festwochen Mozarts »Lucio Silla« – seine erste gemeinsame Arbeit mit Nikolaus Harnoncourt, die 2006 mit einem Mozart-Da Ponte-Zyklus bei den Salzburger Festspielen ihre Fortsetzung fand. 2007 folgten »Luisa Miller« an der Bayerischen Staatsoper, »Die Meistersinger von Nürnberg« an der Semperoper, 2008 brachte er »Il trittico« am Opernhaus Frankfurt an der Hamburgischen Staatsoper einen neuen »Ring des Nibelungen« auf die Bühne. An der Oper Leipzig 2008/09 »Der Barbier von Sevilla (Il barbiere di Siviglia)«.
Dietrich W. Hilsdorf
studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt a.M. Schauspiel. Danach Regieassistenzen, u.a. bei Hans Neuenfels. Seit 1978 ca. 130 Inszenierungen in den Sparten Schauspiel, Oper, Musical und Operette, u.a. in Frankfurt a.M., Leipzig, Bonn (Händel-Zyklus), Dortmund, Münster, Meiningen, Gelsenkirchen, Stuttgart, Bremen, Berlin, Catania und Wien. Große Erfolge mit zeitgenössischen Opern, z.B. »Draußen vor der Tür« von Sandor Balassa oder »Le Grand Macabre« von György Ligeti. Besondere Liebe zu Werken von Mozart und Verdi, wie sein Gelsenkirchener Mozart-Zyklus und zahleiche Verdi-Inszenierungen am Aalto-Theater in Essen zeigen, aber auch Maßstab setzende Puccini-Inszenierungen an der Deutschen Oper am Rhein. Mit seiner Regie von »Jekyll & Hyde« in Bremen wurde er 1999 Musical-Regisseur des Jahres. Für die Produktion von »Die Liebe zu den drei Orangen« an der Oper Chemnitz erhielt er 2007 den deutschen Theaterpreis »Faust« in der Kategorie »Beste Opernregie«. Inszenierungen der vergangenen Spielzeiten: u.a. Händels »Semele« und »Hercules« sowie »Die Walküre« in Essen, »Tristan und Isolde« in Wiesbaden, »Manon Lescaut« und Eötvös’s »Love and Other Demons« in Chemnitz, »La Traviata« und »Il coronazione di Poppea« in Köln.
An der Oper Leipzig 2005/06 »Die Entführung aus dem Serail«, 2008/09 »Jenufa« und 2010/11 »Deutsches Miserere«.
Andreas Homoki
Geboren in Marl. Studium der Schulmusik und der Germanistik in Berlin an der Hochschule der Künste und an der Technischen Universität. 1987-1993 Regieassistent und Abendspielleiter an der Kölner Oper. Erste eigene Inszenierungen als Lehrbeauftragter an der Musikhochschule Köln sowie am Kölner Opernstudio. Seit seiner aufsehenerregenden »Frau ohne Schatten« in Genf 1992 freischaffend als Regisseur tätig. 1994 französischer Kritikerpreis für die Übernahme dieser Produktion an das Théâtre du Châtelet Paris. Seitdem Inszenierungen u.a. in Essen (»Madama Butterfly«), Hannover (»Das Schloss« von Aribert Reimann), Hamburg (»Rigoletto«), Genf (»Orphée et Eurydice«), Köln (»Der Wildschütz«, »Die Zauberflöte«, »Der Freischütz«), München (»Idomeneo«, »Manon Lescaut«, »Arabella«, »Romeo et Juliette«, »Königskinder«), Berlin (Komische Oper: »Falstaff«, »Die Liebe zu den drei Orangen«, Deutsche Oper: »Hänsel und Gretel«), Basel (»Elektra«, »Der Rosenkavalier«), Amsterdam (»Carmen«, »Capriccio«), »Aida« in Hannover, »Verdis Requiem« (szenisch) und »Antigone« in Basel, »Die lustige Witwe« an der Komischen Oper Berlin. Seit 1999 Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Seit 2002 Chefregisseur der Komischen Oper Berlin, seit 2004 auch deren Intendant. Ab 2012 wird er als Intendant das Opernhaus Zürich leiten.
An der Oper Leipzig »La Traviata« und »Macbeth«.
Alfred Kirchner
war Assistent von Peter Zadek, Oberspielleiter in Stuttgart, danach in Bochum, bis 1989 am Burgtheater Wien, 1990-93 Intendant am Schillertheater Berlin, heute freier Regisseur. Gastspiele mit seinen Inszenierungen in New York, zu den Wiener Festwochen, zum Berliner Theatertreffen, zum Holland Festival Amsterdam, zu den Schwetzinger Festspielen, u.a. Uraufführungen von Martin Walser (»Kinderspiele« und »Sauspiel«), Herbert Achternbusch (»Kuschwarda City« und »An der Donau«), Thomas Bernhard (»Über allen Gipfeln ist Ruh«), Heiner Müller (»Wolokolamsker Chaussee I«) und Peter Turrini (»Die Minderleister«), Deutsche Erstaufführungen von Dario Fo und Maxim Gorki. »Der Freischütz« und »Chowanschtschina« an der Wiener Staatsoper, »Jenu˚fa«, »Maskenball« und »La Bohème« in Frankfurt, »Don Giovanni« und »La Traviata« in Amsterdam, »Ein Leben für den Zaren« in Zürich, Uraufführungen von Zenders »Stephen Climax« und Udo Zimmermanns »Wundersame Schustersfrau«, amerikanische Erstaufführungen (u.a. Henze »We Come to the River«, Penderecki »Die schwarze Maske«). Zusammenarbeit mit Claudio Abbado, Michael Gielen, Nikolaus Harnoncourt. 1994 mit James Levine »Der Ring des Nibelungen« zu den Bayreuther Festspielen. Zahlreiche Fernsehaufzeichnungen seiner Inszenierungen.
An der Oper Leipzig »Hänsel und Gretel« 1996, »Die Nase« 1997, »Der Rosenkavalier« 1998, »Rigoletto« 1999, »Levins Mühle« 2000.
Peter Konwitschny
geboren in Frankfurt/Main, aufgewachsen in Leipzig. 1965-1970 Regiestudium an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin. 1971-1979 Regieassistenz am Berliner Ensemble unter der Intendanz von Ruth Berghaus. Erste eigene Regiearbeiten im Schauspiel und in der Oper. Daneben Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen des In- und Auslands (Rostock, Berlin, Hamburg, Leipzig, Dresden, München, Graz, Zürich u.a.). Theatergeschichtliche Bedeutung seines konzeptionellen und strukturellen Neuansatzes der szenischen Interpretation Händelscher Opern. 1986-1990 Regisseur am Landestheater Halle. Seit 1985 an vielen deutschen Bühnen und im Ausland, seit 1990 freischaffend u.a. in Montepulciano, Kassel, Nürnberg, Basel, Graz, Paris, Wien, Barcelona, Kopenhagen, Amsterdam, Moskau, Tokio. Seine Interpretationen von »Parsifal« und »Tristan und Isolde« (Bayerische Staatsoper München), »Tannhäuser« (Dresden), »Lohengrin« und »Die Meistersinger von Nürnberg« (Hamburg), »Götterdämmerung« (Stuttgart) sowie »Der fliegende Holländer« (Bolschoi-Theater Moskau) eröffneten eine neue Phase der Auseinandersetzung mit dem Werk Richard Wagners. Ab 1998 Konzentration der Arbeit an der Hamburgischen Staatsoper zusammen mit Ingo Metzmacher, bis 2005 dort elf Inszenierungen. Wichtige Inszenierungen in letzter Zeit waren u.a. »Die Csárdásfürstin« (Semperoper Dresden), »Intolleranza« (Deutsche Oper Berlin), »Wozzeck«, »Der Freischütz«, »Don Carlos«, »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«, »Der Rosenkavalier«, »Lulu«, »Moses und Aron«, »Titus« (alle in Hamburg), »Die Zauberflöte« (Stuttgart), »Elektra« (Kopenhagen), »Al gran sole carico d’amore (Unter der großen Sonne von Liebe beladen)« (Hannover) sowie »Don Giovanni«, »Così fan tutte«, »Das Land des Lächelns« (Komische Oper Berlin) und »Salome« (Amsterdam) sowie »König Lear« (Schauspielhaus Graz). Mehrfacher Preisträger (1988 Kunstpreis der DDR, 1993 Konrad-Wolf-Preis der Berliner Akademie der Künste, 1997 Bundesverdienstkreuz, Berliner Theaterpreis 2005 als erster Opernregisseur, 2007 Internationaler Theaterpreis des ITI). Als bisher einziger Opernregisseur fünfmal »Regisseur des Jahres« (»Opernwelt«). Mitglied der Freien Akademie der Künste zu Leipzig, der Sächsischen Akademie der Künste Dresden, der Freien Akademie der Künste Hamburg und der Berliner Akademie der Künste. In Leipzig Inszenierungen von Lortzings »Der Waffenschmied« (1986), Puccinis »La Bohème« (1991), Bartóks »Herzog Blaubarts Burg« und Schönbergs »Erwartung« (1992), Tschaikowskis »Eugen Onegin« (1995) und Jörg Herchets »Abraum« (UA 1997). 2008-2011 Chefregisseur der Oper Leipzig mit den Inszenierungen »Pierrot lunaire«, »Aida« und »Ich habe genug« im Bach-Jelinek-Projekt (Kellertheater), »Unter der großen Sonne von Liebe beladen«, »Lohengrin«, »Alkestis«, Bach-Kantate »O Ewigkeit, du Donnerwort« (Kellertheater), »Iphigenie in Aulis«, »Così fan tutte«, »Elektra« und eine weitere Bach-Kantate. 2011/12 im Repertoire: »La Bohème«, »Eugen Onegin«, »Alkestis«, »Iphigenie in Aulis«, »Così fan tutte«, »Macbeth«.
Gundula Nowack
geboren in Wittenberg. Studium der Musikwissenschaften an der Universität Leipzig. Seit 1976 Engagement an der Oper Leipzig als Regieassistentin und Abendspielleiterin, seit 1993 Spielleiterin und Regisseurin. Regieassistentin bei Regisseuren wie Günter Lohse, Erhard Fischer, Peter Konwitschny, John Dew, Alfred Kirchner, Georg Tabori, Joachim Herz, Willy Decker u.a. Eigene Inszenierungen in der Reihe »Oper am Klavier«, Ausgrabungen des 19. Jahrhunderts, mit Stücken wie »Das goldene Kreuz«, »Das Glöckchen des Eremiten«, »Johann von Paris«, »Jessonda«, »Una cosa rara«, »Die zwei Witwen« u.a. Szenische Liederabende wie »Dichterliebe«, Mussorgski-Liederzyklen, Dvorák »Klänge aus Mähren«, weiterhin: Menotti »Das Telefon«, Poulenc »Die menschliche Stimme«, »Lola blau«, »Die schöne Galathee« u.a. Seit 1996 an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig als Dozentin im Lehrauftrag für das Fach Dramatischer Unterricht beschäftigt. Übertragungen von hauseigenen Stücken an andere Opernhäuser. Eigene Einrichtung und Inszenierung einer »Zauberflöte« für Kinder. 2012 Einrichtung und Inszenierung des kabarettistischen Opernamüsements »Mozart hätte gelacht ... (Salieri auch)«.
Ralf Nürnberger
Wurde in Berlin geboren. Ab 1978 arbeitete er als Regieassistent bei Frank-Patrick Steckel am Schauspiel Bremen. Dort legte er seine ersten eigenen Regiearbeiten vor. Als freischaffender Regisseur war er ab 1982 an verschiedenen Schauspielbühnen tätig, u.a. in Wuppertal, Düsseldorf, Kiel, Heilbronn, Berlin und Heidelberg. 1989 begann seine Arbeit für das Musiktheater. Er inszenierte z.B. in Gießen »Der Leuchtturm« von Peter Maxwell Davies und »Halka« von Stanislaw Moniuszko, in Innsbruck »My Fair Lady«, »Der Liebestrank«, »Boccaccio«, in Bremen »Das Land des Lächelns«, in Dortmund die deutsche Erstaufführung von Anthony Turnages »The Silver Tassie« sowie »Ariadne auf Naxos«, in Karlsruhe »Die schöne Helena« und Händels »Ottone«. Von 1997 bis Sommer 2003 war Ralf Nürnberger Oberspielleiter an der Staatsoperette in Dresden, wo er eine Reihe von Neuinszenierungen für dieses Haus betreute, u.a. »Der Vetter aus Dingsda«, »Gräfin Mariza«, »Clivia«, »Martha«, »Mein Freund Bunbury«, »Der Barbier von Sevilla«, »West Side Story« und »Die lustige Witwe«. Am Volkstheater Rostock hatte 2003 seine Inszenierung von Brecht/Weills »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« Premiere, anschließend inszenierte er an der Deutschen Oper Berlin Grigori Frieds »Das Tagebuch der Anne Frank«.
An der Oper Leipzig 2003/04 deutsche Erstaufführung von »Flight« (Opernhaus) und »Martha« (Musikalische Komödie), 2004/05 »Die Zauberflöte«, 2006/07 »Blaubart« an der Musikalischen Komödie.
Kerstin Polenske
geboren in Berlin, Choreografie-Studium, Meisterschülerin von Professor Tom Schilling. Ballettmeisterin und Choreografin am Theater Brandenburg, freischaffend in Potsdam, Schwerin, Cottbus, Magdeburg, Greifswald, Halberstadt und Meiningen. Eigene Ballettinszenierungen sowie Choreografien für Musical, Schauspiel, Oper, Kabarett. Erste eigene Inszenierung: »Der Wasserkristall«, ein Kindermusical von Reinhard Lakomy (1988). Daraufhin freischaffende Tätigkeit als Regisseurin und Choreografin für »Anatevka«, »La Cage aux Folles«, »Jesus Christ Superstar«, »Der kleine Horrorladen«, »Fledermaus«, »Dracula«, »Non(n)sense« und »West Side Story«. Neufassungen für die Operetten »Die Blume von Hawaii«, »Clivia« und »Nofretete«. Seit einigen Jahren Redakteurin und Autorin fürs Fernsehen, u.a. bei den Olympischen Sommerspiele in Griechenland mit Herbert Feuerstein und in Monte Carlo zum Internationalen Zirkusfestival. Seit 2004 begleitet sie als Freie Autorin eine der quotenstärksten und erfolgreichsten Unterhaltungsshows des Deutschen Fernsehens. Sie drehte bei den Musicalproduktionen »Elisabeth«, »Schöne & Biest«, »3 Musketiere« und schuf Fernseh-Beiträge für die ARD, RTL, den RBB und den MDR. 2012 an der Comödie Dresden Welturaufführung von »Rock‘n‘Roll High School« mit der Leipziger Kultband »The Firebirds«. An der Musikalischen Komödie 2009/2010 Inszenierung und Choreografie »Crazy for you«, 2011 Einrichtung von Kurt Weills »One Touch of Venus« im Opernhaus, 2012 Inszenierung und Choreografie von »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«.
Georg Schütky
geboren in Österreich. Mitglied der Wiener Sängerknaben. Musikalische und dramatische Ausbildung am Klavier und auf der Bratsche, als Sänger und als Schauspieler. Darsteller in Opernproduktionen und bei einigen Uraufführungen des Next Liberty Theaters in Graz sowie beim Steirischen Herbst. 2007 Regieassistent und Spielleiter am Next Liberty-Theater Graz. Regiestudium an der Musikhochschule »Hanns Eisler« in Berlin. Assistenzen bei Peter Konwitschny z.B. bei »Aida« an der Oper Leipzig sowie bei Vera Nemirova und Tatjana Gürbaca. Eigene Regiearbeiten: »Der Zauberbaum« von Gluck im Tempodrom Berlin, »Der Untergang des Hauses Usher« von Claude Debussy und »Ariadne« von Boris Blacher im HAU2 Berlin. »Abu Hassan« von Carl Maria von Weber in der alten Kindl-Brauerei in Berlin. Seit der Spielzeit 2011/12 fester Regieassistent am Staatstheater Mainz. An der Oper Leipzig 2011/12: Regie »Ich hatte viel Bekümmernis« im Rahmen des »Bach-Projekts IV«.