YADEGAR ASISI
Geboren in Wien. Architekturstudium an der Technischen Universität Dresden. Übersiedlung nach Berlin/West, Malereistudium an der Hochschule der Künste Berlin. 1981 Gründung »Atelier für Architektur« Berlin. Wettbewerbserfolge und preisgekrönte Entwürfe, u.a. 1988 Mies-van-der-Rohe-Preis für Kopfbahnhof der Berliner Magnetbahn Kemperplatz. Ausstellungen u.a. auf der Internationalen Bauausstellung Berlin, bei der Biennale Venedig, der Architektur-Triennale Milano, der EXPO 92 in Sevilla. 1985-91 Lehrauftrag an der HdK Berlin, seit 1996 Professor für Architektur an der Technischen Fachhochschule Berlin. Seit 1990 Beschäftigung mit dem Panorama, u.a. 1995 »Berlin 2005 – Cityvision«, 2000 »Hanse-Panorama« Bremen, im Panometer Leipzig 2003 Everest-Ausstellung, später »Rom 312« als größtes Panoramabild der Welt und ab 2009 »3’59Amazonas«, Regenwald-Projekt. Im Panometer Dresden »1756 Dresden«. Debüt als Bühnenbildner 1999 mit »Martha« an der Staatsoperette Dresden, 2001 dort »West Side Story«.
2003/04 Umsetzung des Bühnenbilds »Martha« für die Inszenierung an der Musikalischen Komödie, 2004/05 an der Oper Leipzig Bühnenbild zu »Die Zauberflöte«.
Helmut Brade
Geboren in Halle. Von 1955 bis 1960 Studium der Keramik, Architektur und Grafik an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle, übernahm 1993 eine Lehrtätigkeit an dieser Hochschule und 1994 die Professur für Kommunikationsdesign. Er gilt weltweit als einer der wichtigsten deutschen Grafik-Designer. Inzwischen emeritiert, stellt er seine Erfahrungen international als Berater zur Verfügung. Bereits 1957 durch einen Mitschüler seiner Schule zum Theater »verführt«, schuf er jahrzehntelang Bühnenbilder für Schauspiel und Musiktheater, u.a. arbeitete er mit Benno Besson an der Berliner Volksbühne und in Frankreich. Seit 1985 wurde er wichtiger Partner für Peter Konwitschny bei seinen Händel-Inszenierungen am Landestheater Halle, weiterhin »Lohengrin«, »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« und »Titus« in Hamburg, »Herzog Blaubarts Burg«, »Abraum« und 2009 die Kellertheaterproduktion »Ich habe genug« in Leipzig.
Von 1999 bis 2004 war er Präsident der Freien Akademie der Künste in Leipzig. Seit der Spielzeit 2008/09 gestaltet er die Plakate der Oper Leipzig. 2009/10 Bühne und Kostüme zu »Unter der großen Sonne von Liebe beladen«, Bühne und Kostüme zu »Lohengrin« (Inszenierung Peter Konwitschny) und zum Doppelabend »O Ewigkeit, du Donnerwort« im Kellertheater. 2010/11 Bühnenbild zu »Die Meistersinger von Nürnberg«, 2011/12 zum »Bach-Projekt IV«.
Claudia Damm
Geboren in Berlin. Ausbildung u.a. an der Kunsthochschule Zürich. Erste Kostümentwürfe an der Semperoper Dresden. Dozentin u.a. an der FHTW Berlin, der KHB Berlin sowie der Schule für Modedesign Schwerin. Organisation der Modenschau für die Firma Clements&Ribero auf der Fashionweek London, Projekt für das Goetheinstitut Caracas (Kollektion »Humboldts Südamerikareise«), Projektleiterin Mode anlässlich der geplanten Gründung einer Designerschule in Salvador da Bahia. Kostümbilder für den Regisseur Michiel Dijkema: »La Cenerentola« (Estnische Nationaloper Tallinn 2006), »L’Orfeo« (Slottsteater Drottningholm 2007), »Die Fledermaus« (Novaja Opera Moskau 2009). 2. Preisträgerin für Kostümbild beim Europäischen Opernregie-Preis 2005, Auszeichnung mit dem bedeutendsten estnischen Musiktheaterregiepreis Eesti Teatrikunsti Muusikalavastuste Award sowie mit dem Peter-Konwitschny-Preis am Staatstheater Meiningen.
An der Oper Leipzig 2009/10 Kostüme zu »Der Türke in Italien«, 2011/12 zu »Tosca«.
Michiel Dijkema
siehe Regisseure
Joachim Herzog
Geboren in Schlesien; 1969-76 Kostümbildner an der Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer (»Die Mutter«, »Fegefeuer in Ingolstadt«, »Peer Gynt«, »Lohndrücker«, »Fatzer«, »Die Wupper« u.a.); seitdem – als einer der renommiertesten Kostümbildner der internationalen Theaterszene – freischaffend im Bereich Schauspiel und Oper tätig, u.a. an den Münchner Kammerspielen, am Burgtheater Wien, am Schauspielhaus Bochum, am Thalia Theater Hamburg, an der Stuttgarter Oper, an der Staatsoper Wien, am Deutschen Theater Berlin, an der Oper Amsterdam, in der Symphony Hall Chicago, am Opernhaus Zürich, an der Deutschen Staatsoper Berlin, am Théâtre de la Monnaie Brüssel. Zusammenarbeit u.a. mit den Regisseuren Peter Stein, Claus Peymann, Bernhard Wicki, Robert Wilson, Luc Bondy, Thomas Langhoff, Alfred Kirchner, Peter Mussbach. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Regisseur Herbert Olschok (u.a. »Das Ballhaus« am DNT Weimar, »Der Glöckner von Notre Dame« am Theater Chemnitz, »Aspects of Love« an der Staatsoperette Dresden, »König Lear« am Theater Chemnitz, »Tartuffe« am Schauspiel Leipzig, »Der Reigen« in Toronto, »Leben ein Tanz« und »Der Feuerwehrball« am Hans Otto Theater Potsdam). In der Spielzeit 2005/2006 ist er am Hans Otto Theater als Kostümbildner des Märchens »Zwerg Nase« engagiert.
An der Oper Leipzig Kostüme zu »Der Rosenkavalier”, 2006/07 zu »Lohengrin”.
GABRIELE JAENECKE
geboren in Kassel. Studium der Fachrichtungen Bühnenbild und Kostüm bei Prof. Rudolf Heinrich an der Akademie der Bildenden Künste in München. Langjährige Assistenzzeit bei Prof. Jürgen Rose. Seit 1979 als selbstständige Bühnen- und Kostümbildnerin für Oper, Ballett, Schauspiel und Film tätig, u.a. an der Bayerischen Staatsoper München »Die lustigen Weiber von Windsor« (Regie: Beauvais), »Boris Godunow« (Regie: Schaaf), an der Kirow-Oper St. Petersburg »Die Hochzeit des Figaro« (Regie: Coleman); Zusammenarbeit mit Andreas Homoki: »Madama Butterfly« in Essen, »Der Wildschütz« in Köln, »Simone Boccanegra« in Freiburg, »La Traviata« in Leipzig. Seit 1992 Lehraufträge an den Hochschulen »Ernst Busch« und »Hanns Eisler« in Berlin.
Andreas Jander
Geboren in Freiburg i.Br. geboren. Studium der Architektur an der Universität Stuttgart. Regie-, Bühnenbild- und Kostümassistenzen am Staatstheater Stuttgart und am Schauspiel Essen bei Wolf Münzner. Seit 1991 selbstständiger Bühnen- und Kostümbildner sowie Lightdesigner an verschiedenen Theatern im In- und Ausland. Installationen und Raumskulpturen für Oper, Schauspiel und Tanztheater. Arbeiten mit Heiner Goebbels, Konstanze Lauterbach, Bernarda Horres, Amelie Niermeyer, Amanda Miller, Thomas Krupa, Wolfgang Engel, Irina Pauls u.v.a. führten ihn bisher u.a. an das Staatstheater Darmstadt, das Hessische Staatstheater Wiesbaden, das Residenztheater München, das Thalia Theater Hamburg, das Hebbeltheater Berlin, die Staatsoperette Dresden, die Staatsoper Hannover Heidelberg, das Bremer Theater, das Leipziger Schauspiel, das Deutsche Theater Berlin, das Schauspiel Graz und an das Landestheater Linz.
An der Oper Leipzig Bühnenbild zu »Liebe zu drei Orangen«.
Marcel Keller
absolvierte seine Ausbildung zum Bühnenbildner als Student und Assistent von Jürgen Rose. Er arbeitete zunächst an der Münchner Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper und Covent Garden. Zusammenarbeit u.a. mit Günther Gerstner, mit Alexander Lang (Schillertheater, Comédie Française, Kostüme zu Langs Stuttgarter Aufführung von »Pariser Leben”) und Christian Pade (»Doppeltüren”). Als Regisseur debütierte er am Stuttgarter Schauspiel (1993/94) mit der Uraufführung »Little Hitler”, 1996 »Ostpolzug” und »Unter der Treppe”, sowie »Kunst”, zuletzt »Damen der Gesellschaft” von Clare Boothe Luce am Kleinen Haus.
Jörg Kossdorff
der Bühnenbildner studierte in seiner Heimatstadt Graz an der Technischen Hochschule Architektur und assistierte während des Studiums dem Technischen Direktor der Vereinigten Bühnen. Seit 1967 entwarf er auch Bühnenbilder. 1980 wurde er Technischer Direktor und 2003 Intendant der Bühnen Graz. In Graz arbeitete er mit Regisseuren wie Axel Corti (»Don Giovanni«), Jorge Lavelli (Prokofjews »Maddalena«), Christian Pöppelreiter (»Der Ring des Nibelungen«), Peter Konwitschny (»Die verkaufte Braut«, »Madama Butterfly«, »Die Entführung aus dem Serail«, »Aida«, »Macbeth«, »Falstaff«) und dem Choreographen Darrel Toulon (»Cinderella«, »Die Prinzessin und der Zwerg«). Als Bühnenbildner gastierte er u.a. in Nürnberg (»Die Macht des Schicksals«), Bremen (»Idomeneo«), Saarbrücken (»Andrea Chénier«), Dresden (»Die verkaufte Braut«, Zemlinskys »Der Zwerg« und »Der Gefangene« von Dallapiccola), Salzburg (»Der fliegende Holländer«, »Lohengrin«), Komische Oper Berlin (»Don Giovanni«, »Così fan tutte«, »Das Land des Lächelns«). Für »Falstaff« wurde er 2001 von der Fachzeitschrift »Opernwelt« als »Bühnenbildner des Jahres« ausgezeichnet.
An der Oper Leipzig 2008 Bühne zu »Aida«, 2009/10 zu »Alkestis«, 2010/11 zu »Iphigenie in Aulis« und »Così fan tutte« und 2011/12 zu »Macbeth«.
Ingo Krügler
Studium des Modedesigns in Berlin und London. Abschluss am renommierten Central St. Martins, College of Arts and Design. Erste Berufserfahrung in der Modebranche bei Jean-Paul Gaultier und John Galliano, Paris. Ausstattungsassistenzen an allen großen Theaterhäusern Wiens sowie u. a. in Paris (Opéra Bastille), München (Opernfestspiele der Bayerischen Staatsoper) sowie bei den Salzburger Festspielen mit Regisseuren und Ausstattern wie Michael Haneke, Robert Carsen, David Alden, David Pountney, Thomas Langhoff, Christine Mielitz, Stefan Herheim, Harry Kupfer und Gottfried Pilz. Kostümbilder für verschiedene Schauspielproduktionen mit dem Regisseur Tim Kramer in Wien, St. Pölten und St. Gallen sowie für verschiedene Musical-Produktionen unter der Regie von Josef E. Köpplinger. Seitdem Engagements für Schauspiel und Musiktheater u.a. am Nationaltheater Weimar, der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Stuttgart, dem Nationaltheater Oslo, den Theatern von Freiburg, Oldenburg und Basel, der Komischen Oper Berlin und beim Bergen Festival. Regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Calixto Bieito, u.a. »Jenufa«, »Aida«, »Lulu«, »Fidelio«, »Aus einem Totenhaus«, »Gespräche der Karmelitinnen« sowie »Armida« von Gluck.
An der Oper Leipzig 2011/12: Kostüme für »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«.
JOHANNES LEIACKER
Geboren in Landshut, Schreinerlehre, Studium an der Kunsthochschule Wiesbaden. Danach als Bühnenbildassistent am Schauspielhaus Frankfurt am Main; am gleichen Haus erste eigene Ausstattung, später dort mehrfach Gast. Arbeiten (vorwiegend für Schauspielinszenierungen) am Schauspielhaus Düsseldorf, am Berliner Schillertheater, am Residenztheater München, am Stadttheater Stockholm, dem Appel Theater Den Haag und am Königlichen Theater Kopenhagen. Opernausstattungen insbesondere für das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, das Aalto Musiktheater Essen, das Staatstheater Wiesbaden, für die Biennale in München, das Gärtnerplatztheater sowie für das Théâtre de la Monnaie in Brüssel. Arbeiten mit Peter Konwitschny u.a. an der Semperoper Dresden, an der Bayerischen Staatsoper München, in Leipzig »La Bohème«, »Eugen Onegin« und »Der Freischütz«, 2003/04 Bühne zu »Figaros Hochzeit« und »Die Trojaner«, 2006/07 Bühne zu »Luisa Miller«, 2007/08 zu »Manon Lescaut«.
Marouscha Levy
Geboren in Amsterdam. Studium an der Akademie der Schönen Künste Amsterdam (Bachelor als Kunstpädagogik 2002) und Maastricht (Bachelor Szenographie 2005). Erfahrungen in Film und Theater. Weiteres Studium an der Wimbledon School of Arts in London. Assitenzen bei Marc Warning und Jan Versweyveld. Eigene Ausstattungen für verschiedene Regisseure in den Niederlanden, Belgien und Deutschland: »Die fetten Jahre sind vorbei«, »Gewerbe«, »Schule der Arbeitslosen«, »Der Kopf des Biografen«, »Herr Lehmann«, »About Ophelia/About me 2«, »Partij Passief Nederland«. 2009 Stipendium des BKVB-Fonds. 2007 erstes Theaterprojekt mit der jungen Regisseurin Lotte de Beer »King Lear«, in Folge die Musiktheaterproduktionen »Medea«, »Häuptling Abendwind«, »Penthesilea« und »Berlin à la Turca« (Neuköllner Oper Berlin).
An der Oper Leipzig 2011 Ausstattung der Kinderoper »Die arabische Prinzessin«, 2011/12 Bühne und Kostüme zu »Das schlaue Füchslein«.
Michaela Mayer-Michnay
Studierte in ihrer Heimatstadt Graz (Österreich) Bühnenbild/Kostüm, arbeitete nach erstem Engagement in Solothurn (Schweiz) in Innsbruck, Karlsruhe, Zürich und Bremen und war 1980-2001 Ensemblemitglied der Vereinigten Bühnen Graz. Über 100 Mal stattete sie Oper, Schauspiel, Musical, Ballett und Kindertheater aus, darunter Uraufführungen von Wolfgang Bauer und Gerhard Roth (»Erinnerungen an die Menschheit«), Inszenierungen von Martin Kusˇej (»Der Traum ein Leben«), Michael Wallner (»Die letzten Tage der Menschheit«, »Der Rosenkavalier«) und Peter Konwitschny. Weitere Stationen waren Düsseldorf, Saarbrücken, Berlin (»Don Giovanni«, »Così fan tutte« und »Das Land des Lächelns« an der Komischen Oper), Basel, Wien (Volkstheater, Theater an der Wien, Theater in der Josefstadt), Karlstad (Värmlands-operån) und das Lehár-Festival in Bad Ischl. Seit einigen Jahren beschäftigt sie sich mit »Textilem Grenzland« und stellte Kostümentwürfe und Textilkunst u.a. in Graz, Meiningen, Berlin und Como (Italien) aus. Sie ist verantwortlich für die Kostüme zu »Aida« und arbeitete ebenfalls an den Kostümen zu »Pierrot lunaire« mit. 2009/10 Kostüme zu »Alkestis«, 2010/11 zu »Iphigenie in Aulis« und »Così fan tutte«, 2011/12 zu »Macbeth«.
Alexander Mudlagk
Geboren in Königs Wusterhausen. Ausbildung zum Bau- und Möbeltischler. Studium der Architektur in Weimar. Ausbildung bei Professor Arturo Dell´Acqua Bellavitis in Mailand mit den Abschlüssen als Interieur- und Industriedesigner. Erste eigene Opernausstattung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg für Michael Sturms Diplominszenierung von Puccinis »Suor Angelica«. Assistenzen an der Hamburgischen Staatsoper, u.a. bei Marco Arturo Marelli sowie Frank-Phillipp Schlößmann. Seit 1999 freischaffend. Ausstattungen u.a. für »Le nozze di Figaro« (Opéra de Nantes), »Giselle«, »Fräulein Julie«, »Le sacre du printemps«, »Der wunderbare Mandarin«, »Die Kameliendame« (Staatstheater Meiningen), »Die Fledermaus« (Staatstheater Schwerin), »Fidelio«, »Otello« und »Tiefland« (Stadttheater Bremerhaven), »Hänsel und Gretel« (Konzerthaus Dortmund und Staatsoperette Dresden), »Idomeneo« (Theater Augsburg), »Die verkaufte Braut« (Landestheater Linz), »Die Bassariden« (Oper Köln) mit Regisseuren und Choreographen wie Christine Mielitz, Sabine Wake, Jasmin Solfaghari, Nicola Panzer, Thomas Mittmann und Frank Hilbrich. Daneben Promotiondesign für die Firma »Montblanc« und »Louis Vuitton« im Auftrag von Delphis Dialog, Designkollektion »Sommernachtstraum« (Porzellanmanufaktur Staffelstein Kaiser), Stilberatung »Hamburger Presseball« sowie diverse Architekturprojekte. Leitung des Workshops »Bühnenbild« bei den Allermöher Festspielen für Jugendliche. Leitender Designer für das geplante Theaterfestival Hafencity.
An der Musikalischen Komödie: Ausstattung »Crazy for you«. 2010/11 an der Oper Leipzig Bühne und Kostüme zu »Hänsel und Gretel«.
Heike Neugebauer
Geboren in Leipzig. Kostümassistentin an den Städtischen Theatern Leipzig. 1980-85 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Fachrichtung Bühnen- und Kostümbild. 1985-90 Engagement als Bühnen- und Kostümbildnerin an den Bühnen Magdeburg, dort Ausstattungen u.a. für »Nabucco«, »Don Giovanni« und »Carmen« (Kostüme). 1988 Teilnahme an der X. Kunstausstellung der DDR in Dresden. Einzelpreis im Hans-Otto-Wettbewerb des Theaterverbandes der DDR für die Ausstattung der Inszenierung von Heiner Müllers »Der Auftrag«. 1990/91 Chefbühnenbildnerin an den Magdeburger Kammerspielen. Seit Spielzeit 1991/92 Engagement bei der bremer shakespeare company, Ausstattungen u.a. für »Wie es euch gefällt«, »Viel Lärm um nichts«, »Kiss Me Kate«, »Julius Cäsar«, »Antonius und Cleopatra«, »Hamlet«, »Ein Sommernachtstraum«, »König Cymbeline«, »Die Comedian Harmonists«, »König Lear«, »Der Sturm«, »Winterreise« (Franz Schubert), »Shakespeare in Trouble«, »Rosenkranz und Güldenstern«, »Das Wintermärchen«, »Ein Königreich für einen Ball«, »Warten auf Godot, Macbeth«, »Maß für Maß«. Gastausstattungen u.a. am Theater Eisenach zu »Rosenkavalier« (Kostüme), Landesbühne Detmold »Fidelio« sowie am Landestheater Altenburg »Hoffmanns Erzählungen«. Kostüme für Filmproduktionen »Nordlichter« – Pinguin Film Bremen. Seit 2001 Gastdozentin an der HfK Bremen – Betreuung der Ausstattung des jährlichen Opernprojekts. An der Oper Leipzig Kostüme zu »Die Meistersinger von Nürnberg«.
Susanne Raschig
Studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin bei Willy Schmidt, danach Assistentin von Wilfried Minks in Bremen, wo sie mit Regisseuren wie Kurt Hübner und Peter Stein zusammenarbeitete. Erste eigene Arbeiten als Kostümbildnerin für Schauspiel und Oper, u.a. in Bremen und München mit Götz Friedrich »Salome«, »Le nozze di Figaro«, »Porgy and Bess« und »Fidelio«. Gründungsmitglied der Schaubühne Berlin. Zahlreiche ihrer Produktionen wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Für Peter Steins Aufführung und Verfilmung der »Sommergäste« (Gorki) entwarf sie die Kostüme, mit ihm zusammen u.a. auch »Optimistische Tragödie« (Wischnewsky) und »Die Mutter« (Gorki). Produktionen mit Klaus Michael Grüber, bei denen sie die Kostüme gestaltete, waren »Empedokles« (Hölderlin), »Iphigenie« (Goethe) und »Die Backchen« (Euripides). Danach mehrere Jahre als Bühnen- und Kostümbildnerin am Bochumer Schauspielhaus. Mit Frank-Patrick Steckel 1976 »Der Lohndrücker« (Heiner Müller), aber auch »Die Nibelungen« (Hebbel). Für Nils Peter Rudolphs Inszenierung »Antigone« (Sophokles) am Schillertheater Berlin Bühnenbild und Kostüme. Mit ihm arbeitete sie als Bühnen- und Kostümbildnerin auch bei »Trilogie des Wiedersehens« (Botho Strauß) am Staatsschauspiel Stuttgart. Am Hamburger Schauspielhaus Bühne und Kostüme für »Drei Schwestern« (Tschechow) und »Über die Dörfer« (Handke). 1991 begann ihre langjährige künstlerische Zusammenarbeit mit Luc Bondy und Andrea Breth an der Schaubühne, Kostüme für Luc Bondys Inszenierungen »Schlusschor« (Strauß), »Wintermärchen« (Shakespeare), »Figaro lässt sich scheiden« (Horvath) und »Die Fremdenführerin« (Botho Strauß), für Andrea Breths Produktionen »Der einsame Weg« (Schnitzler ) 1991, »Letzten Sommer in Tschulimsk« (Wampilow) 1992, Bühne und Kostüme für »Orestes« (Euripides) 1995, Kostüme für »Familie Schroffenstein« (Kleist) 1997 und »Onkel Wanja« (Tschechow) 1998. An der Schaubühne Berlin außerdem Bühnenbild und Kostüme für »Medea« (Euripides) in der Regie von Edith Clever. Kostümbildnerin bei Luc Bondys Inszenierungen »Salome«, eine Produktion der Salzburger Festspiele, »Don Giovanni« an der Wiener Staatsoper, »Reigen« (Boesmann) am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, mit Robert Wilson »Lohengrin« in Zürich, »Oedipus Rex« (Strawinsky) am Châtelet in Paris, »Scourge of Hyacinths« in Genf, aber auch für seinen Film »Der Tod des Molière« und für »Orlando« an der Schaubühne Berlin. An der Oper Leipzig Kostüme zu »L’Orfeo« mit Andrea Breth, 2005/06 Übernahme der Kostüme »Parsifal« vom Grand Théâtre de Genève.
Dieter Richter
Studium Bühnen- und Kostümbild an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst Mozarteum in Salzburg. Erstengagement an der Kölner Oper als Assistent bei Produktionen von Harry Kupfer und Willy Decker. Erste eigene Bühnenbilder ab 1990 für die Opern- und Schauspielhäuser Köln, Bonn und Innsbruck. Engagements und Gastspiele an zahlreichen Opern- und Schau-spielhäusern, u.a. am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, der Komischen Oper und der Deutschen Oper Berlin sowie der Oper Frankfurt. In den letzten Jahren u.a. Bühnenbilder für das Aalto-Theater Essen, das Staatstheater Wiesbaden, das Sydney Opera House und die Oper Bonn. 1993 in Münster bei der Uraufführung von »Divara – Wasser und Blut« (Azio Corghi) erste Zusammenarbeit mit Dietrich Hilsdorf, fortgesetzt mit Opern- und Schauspielinszenierungen wie »Idomeneo« und »Le Grand Macabre« (Münster), »Nathan der Weise« (Schauspiel Bonn), »Die Zauberflöte« (Gelsenkirchen), »Luisa Miller« (Essen), »Macbeth«, »Don Carlos«, »Die lustige Witwe«, »Johannespassion« (Wiesbaden), Händels »Jephta« (Oper Bonn), »La Traviata« und »Il coronazione di Poppea« in Köln. »Manon Lescaut«, »Love and Other Demons« und »Wildschütz« in Chemnitz.
An der Oper Leipzig 2005/06 Bühnenbild zu »Entführung aus dem Serail«, 2008/09 zu »Jenufa«, 2010/11 zu »Deutsches Miserere«.
CLAUDIA RÜHLE
Geboren in Solothurn/Schweiz. 1989-92 Ausstattungsassistentin am Bremer Theater, dort erste eigene Kostümausstattungen. Seit 1992 freischaffend. Arbeitete als Kostümbildnerin u.a. an Theatern in Darmstadt, Heilbronn, Berlin, Innsbruck (»My Fair Lady«, »Der Liebestrank«, »Boccaccio«), Karlsruhe (»The Black Rider«, »Ottone« zu den Händelfestspielen), am Schmidt’s Tivoli in Hamburg (»Sommernachtstraum« als Musical) sowie in Augsburg (»Don Quichotte«) und Rostock (»Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«). Häufige Zusammenarbeit mit Ralf Nürnberger (»Die schöne Helena« 1998 in Karlsruhe, an der Staatsoperette Dresden 1997 »Gräfin Mariza«, 1998 »Die schöne Helena« und »Clivia«, 1999 »Martha«, 2000 »Mein Freund Bunbury«).
Ihre Kostümentwürfe zu »Martha« wurden 2003/04 mit der Dresdner Produktion an die Musikalische Komödie übernommen, an der Oper Leipzig außerdem Kostüme zu »Flight«, 2004/05 zur »Zauberflöte«.
Frank Philipp Schlößmann
Stammt aus Bad König (Odenwald). 1985-89 Studium der Bühnen- und Kostümgestaltung an der Hochschule Mozarteum in Salzburg. Seit 1991 als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner tätig. Zusammenarbeit als Bühnenbildner mit dem Regisseur Andreas Homoki bei »Der Wildschütz« in Köln, »Simone Boccanegra« in Freiburg, »Falstaff« an der Komischen Oper Berlin und »La Traviata« an der Oper Leipzig. Weitere Arbeiten u.a. »Elektra« in Wiesbaden, »König für einen Tag« (Verdi) und »Gräfin Mariza« an der Wiener Volksoper, »Die Nase« an der Wiener Kammeroper, »Manon Lescaut«, »Così fan tutte« und »Rigoletto« in Klagenfurt, »Tannhäuser« in Catania, »Hänsel und Gretel« in Halle, »Der Rosenkavalier« in Mannheim, »Jenu˚fa« in Hamburg, »Die Liebe zu den drei Orangen« an der Komischen Oper Berlin. Inzwischen Arbeiten an zahlreichen internationalen Opernhäusern, wie am Royal Opera House Covent Garden London, in Dublin, an der Wiener Volksoper, in Amsterdam, Antwerpen, München, Bologna, Basel, der Metropolitan Opera New York, in Chicago, Houston, Barcelona und Tokio. Er war der Bühnenbildner zu Tankred Dorsts »Ring«-Inszenierung in Bayreuth.
Christian Schmidt
Geboren in Coburg, studierte in Salzburg und an der Wiener Akademie der Bildenden Künste bei Erich Wonder. Bei der Uraufführung von Jan Müller-Wielands Oper »Das Gastspiel« bei der Münchner Biennale 1992 arbeitete er zum ersten Mal mit dem Regisseur Claus Guth. Zahlreiche Inszenierungen Guths hat Christian Schmidt mittlerweile als Bühnen- und Kostümbildner ausgestattet, darunter Wagners »Der fliegende Holländer« bei den Bayreuther Festspielen, Bhagwatis Oper »Macht Masse Mensch« an der Bayerischen Staatsoper München, Verdis »La Traviata« am Nationaltheater in Mannheim, Kulentys Kammeroper »The Mother of Black Winged Dreams« an der Hamburgischen Staatsoper, die Uraufführung von Chaya Czernowins »Pnima… ins Innere« bei der Münchner Biennale, die Uraufführung von Ruzickas »Celan« an der Semperoper Dresden, Glucks »Iphigénie en Tauride« in Salzburg und Zürich. Für Hans Neuenfels entstanden die Ausstattungen zu Zemlinskys »Der König Kandaules« (Wiener Volksoper) und Mozarts »Die Entführung aus dem Serail« (Staatstheater Stuttgart). Für Zürich schuf Christian Schmidt die Ausstattungen zu Schuberts »Fierrabras« und Händels »Radamisto«. Im Sommer 2008 setzte er Verdis »Luisa Miller« für die Bayerische Staatsoper in Szene. Von der Fachzeitschrift »Opernwelt« wurde er 2003 zum »Bühnenbildner des Jahres« und 2005 zum »Kostümbildner des Jahres« gewählt. An der Oper Leipzig Bühne und Kostüme für »Der Barbier von Sevilla (Il barbiere di Siviglia)«.
RENATE SCHMITZER
geboren in Nürnberg, studierte Kostümgestaltung in Köln; anschließend als Kostümassistentin am Kölner Theater, dort bereits erste eigene Arbeiten. Nach festen Engagements an den Theatern von Dortmund und Ulm arbeitet sie seit vielen Jahren freiberuflich sowohl im Bereich der Oper als auch für Ballett und Schauspiel. Weitere Stationen waren die Theater von Antwerpen, Basel, Berlin, Bremen, Catania, Frankfurt, Ferrara, Hamburg, Karlsruhe, Kopenhagen, München, Paris, London, Düsseldorf, Salzburg, Stuttgart und Wien. Dabei Zusammenarbeit mit Regisseuren wie John Dew, Jurij Ljubimow, Peter Mussbach, Giancarlo del Monaco, Augusto Fernandez und Eike Gramss. Kostümausstattung für den Händel-Opernfilm »Pasticcio« (Regie: Martinoty). Langjährige Zusammenarbeit mit Dietrich Hilsdorf, u.a. bei »Hexenjagd« in Frankfurt, in Ulm, Berlin, bei Mozarts »Idomeneo«, der Uraufführung der Corghi-Oper »Divara, Wasser und Blut« und Ligetis »Le Grand Macabre« in Münster sowie »Falstaff« am Aalto-Theater Essen und »Sweeney Todd« an der Komischen Oper Berlin.
An der Oper Leipzig 1995/96 Kostüme zu »Tannhäuser«, 2005/06 zu »Entführung aus dem Serail«, 2008/09 zu »Jenufa«, 2010/11 zu »Deutsches Miserere«.
Jo Schramm
In Stuttgart geboren. Zunächst Tätigkeit als Beleuchter am Schauspiel Stuttgart. Studium an der Kunstakademie Stuttgart (Architektur) und an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe (Medienkunst). Seitdem Projekte u.a. am HAU Berlin, dem ZKM Karlsruhe und dem podewil. Schwerpunkt auf der kunstvollen Verbindung von Licht, Video und Architektur. Von 2000 an Zusammenarbeit mit Christoph Schlingensief (»Hamlet« am Schauspielhaus Zürich und »Rosebud« an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin), mit Michael Simon (»I espace dernier« an der Opéra de la Bastille), mit Johann Kresnik (»Die sechste Stunde« am Theater Altenburg/Gera, »Spiegelgrund« am Volkstheater Wien und »Roberto Zucco« am Schauspiel Bonn), Schorsch Kamerun (Video für »Peter Pan« an den Münchner Kammerspielen und »Trouble in Tahiti« an der Staatsoper München), Tom Kühnel (»1984« am Theater Freiburg, »Fordlandia« am Schauspiel Köln und »Die Sorgen um die Macht« am Deutschen Theater Berlin) und Anna Bergmann (»Lulu« am Theater Lübeck). Darüber hinaus Engagements am Schauspiel Hannover, dem Thalia Theater Hamburg, der Neuköllner Oper sowie dem Staatstheater Stuttgart. An der Oper Leipzig 2011/12 Bühne zu »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«.
Michael Sieberock-Serafimowitsch
Arbeitet seit 1993 als Kostümbildner, Bühnenbildner und Choreograf. Nach ersten eigenen Arbeiten am Theater im Westen in Stuttgart und einem Festengagement an der Württembergischen Landesbühne Esslingen, entwirft er Kostüme und Bühnenbilder für Schauspiel und Oper am Theater Dortmund, Schauspielhaus Düsseldorf, Staatstheater Darmstadt, Theater Freiburg, dem Theater Bonn, am Staatsschauspiel Dresden und dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Als Choreograf und in der Körperarbeit mit Schauspielern und Sängern entwickelte er mit den Darstellern zahlreiche Choreografien für Produktionen im Sprech- und Musiktheater. Er arbeitet kontinuierlich mit den Regisseuren Hermann Schmidt-Rahmer, Michael Gruner, Sybille Fabian, Kai Voges, Jens Poth und Wolfgang Engel. 2004 wurde er mit der Produktion »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit«, (Regie: H. Schmidt-Rahmer, Auszeichnung beste Regie), 2008 mit » Die Buddenbrooks« (Regie: H. Schmidt-Rahmer) und 2011 mit »Rechnitz« (Regie: H. Schmidt-Rahmer, Ensemblepreis) zum NRW-Theatertreffen eingeladen. An der Oper Leipzig 2009/10 Kostüme zu »Die Liebe zu drei Orangen«.
Yassu Yabara
geboren in Berlin, aufgewachsen an der Ostsee. Studium der Theaterwissenschaften in Wien, dort auch erste Hospitanzen in verschiedenen Theaterbereichen. Ab 2005 Kostümbildstudium an der UdK Berlin, seit 2008 in der Bühnenbildklasse von Prof. Hartmut Meyer, wo sie im Sommer 2011 mit Auszeichnung diplomierte. Verschiedene Projekte als Bühnen-und Kostümbildnerin während ihres Studiums, unter anderem mit Max von Meyenburg am Hau2, mit Nis-Momme Stockmann am Schauspiel Frankfurt am Main und Stadttheater Heidelberg und mit Nele Jahnke und Vivien Waneck am Theaterhaus Gessnerallee, Zürich. Die Bachkantate »Ich hatte viel Bekümmernis« ist die erste Zusammenarbeit von Georg Schütky und Yassu Yabara.