


Chaplin
Ballett von Mario Schröder
Musik von Charlie Chaplin, Benjamin Britten, Samuel Barber, John Adams, Richard Wagner, Charles Ives, Kurt Schwertsik
Charles Chaplin TM ® Bubbles Inc. S.A. and/or Roy Export Company Establishment, used with permission. Copyright © Roy Export Company Establishment
Spieldauer ca. 1 1/2 Stunden | Keine Pause
Der kleine Mann mit Schnurrbart, Melone und Stöckchen ist weltbekannt. Aber wer ist der Mensch hinter dieser Figur? Diese Frage stellt sich Mario Schröder in seiner Arbeit Chaplin, die er in Leipzig in einer überarbeiteten Neufassung vorstellen wird.
Der plötzliche Ruhm macht Chaplin zu einer Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, deren Stimme gehört wird. Der Clown wird politisch. Chaplin mischt sich ein und führt seinen Tramp in die Krisenherde der Gesellschaft, in die Fabriken, zu Streiks und Demonstrationen, schließlich in den Faschismus: Der Clown fordert den großen Diktator heraus – und lässt ihn schrumpfen zu einem lächerlichen Zwerg. Aber Chaplins Engagement macht ihn dem konservativen Amerika verdächtig, er wird zum Opfer der Kommunistenjagd und schließlich aus dem Land getrieben.
Der Abend beschreibt diese Stationen von Chaplins Leben immer mit Bezug zu seinem künstlerischen Schaffen und zeigt, dass hinter der Figur des lustigen Tramps ein Künstler steht, der seine Zeit empfindsam und hellwach beobachtet. Chaplins Mitgefühl und sein Sinn für Gerechtigkeit in einer ungerechten Welt machen seinen Tramp zu einem Vorbild des Humanismus, der in einer Reihe steht mit Don Quichotte und Jesus von Nazareth.
»Es ist ein zu Herzen gehendes Bild: Geraldine Chaplin, Tochter des großen Charlie, stürmt auf die Bühne, schließt Mario Schröder in die Arme und lässt ihn einfach nicht wieder los. Es steht prototypisch für diesen nur anderthalbstündigen Abend, mit dem in Leipzig eine neue Zeitrechnung beginnt.« (Leipziger Volkszeitung)
»Jetzt tanzt Schröders ›Chaplin‹ in Leipzig. Und wie. Das ist zunächst eine grandiose Tat, denn wir erleben ein Ensemble, … auf der Bühne bestechen die Homogenität und die Sicherheit der ganzen Truppe bei der Verwendung einer Vielzahl von Stilen. Durchaus neoklassische Ansätze stehen neben Passagen, die sich aus dem Repertoire des Tanztheaters oder auch des Ausdruckstanzes herleiten lassen, aber wir sehen auch Breakdance … und etliche Feuerwerke artistischer Brillanz, die Romantik kommt ganz und gar nicht zu kurz, denn Schröders Ballett ›Chaplin‹ ist ein großer, wunderbarer Traum eines jungen Mannes auf der Suche nach sich selbst, auf der Suche nach seiner Sprache für die direkten Botschaften
und für die indirekten, er findet die Körpersprache und damit seinen Ton der Wahrheit.« (TANZNETZ)
Inszenierung
Musikalische Leitung Musikalische LeiterMatthias Foremny | Choreografie Mario Schröder | Bühne, Kostüme, Video Paul Zoller
Besetzung
Chaplin Tomás Ottych | Tramp Amelia Waller | Mutter Tina Heßler | Vater Tenald Zace | Mildred Vanessa Shield | Paulette Isis Calil de Albuquerque | Oona Romy Avemarg | Diktator Oliver Preiß | Leipziger Ballett | Gewandhausorchester
Pressestimmen
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»Es ist ein zu Herzen gehendes Bild: Geraldine Chaplin, Tochter des großen Charlie, stürmt auf die Bühne, schließt Mario Schröder in die Arme und lässt ihn einfach nicht wieder los. Es steht prototypisch für diesen nur anderthalbstündigen Abend, mit dem in Leipzig eine neue Zeitrechnung beginnt.…«
Leipziger Volkszeitung
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»Jetzt tanzt Schröders ›Chaplin‹ in Leipzig. Und wie. Das ist zunächst eine grandiose Tat, denn wir erleben ein Ensemble, … auf der Bühne bestechen die Homogenität und die Sicherheit der ganzen Truppe bei der Verwendung einer Vielzahl von Stilen. Durchaus neoklassische Ansätze stehen neben Passagen, die sich aus dem Repertoire des Tanztheaters oder auch des Ausdruckstanzes herleiten lassen, aber wir sehen auch Breakdance … und etliche Feuerwerke artistischer Brillanz, die Romantik kommt ganz und gar nicht zu kurz, denn Schröders Ballett ›Chaplin‹ ist ein großer, wunderbarer Traum eines jungen Mannes auf der Suche nach sich selbst, auf der Suche nach seiner Sprache für die direkten Botschaften und für die indirekten, er findet die Körpersprache und damit seinen Ton der Wahrheit.…«
TANZNETZ
Stückeinführung
Stückeinführungen zu Chaplin finden 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Konzertfoyer statt. Nach jeder Aufführung lädt das Leipziger Ballett zu einem Nachgespräch ins Operncafé.
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http://www.oper-leipzig.de/3100.html?&tx_rceventcalendaropera_pi4[did]=3216 |