Keine Vorstellung in dieser Spielzeit mehr. Opernhaus
Leipziger Ballett

Carmina Burana / A Dharma at Big Sur

2teiliger Ballettabend von Mario Schröder

Musik von Carl Orff und John Adams

Spieldauer ca. 2 Stunden | Eine Pause

Carl Orffs szenische Kantate „Carmina Burana“ ist eines der populärsten Chorwerke des 20. Jahrhunderts überhaupt. Jetzt können Sie die szenische Kantate so erleben, wie sie vom Komponisten ursprünglich angelegt war, nämlich in einer szenisch-choreografischen Realisierung. 
Orffs Carmina berühren Themen, die in einer postsäkularen Gesellschaft nach wie vor hochbrisant sind. Die Geschichte von der alles bezwingenden Macht des Schicksals, von der Flüchtigkeit der Zeit und der Ver-gänglichkeit von Leben und Liebe scheint heute aktueller denn je. Allerdings sind nicht mehr Fortuna oder Frau Venus die Göttinnen der modernen Welt, sondern es ist die tyrannische Zeit, die uns seit der Erfindung der Arbeitsteilung im Würgegriff hält. Aus dem Schicksalsrad ist die allgegenwärtige Uhr geworden, deren Zeiger oder digitalen Ziffern unseren Lebens- und Arbeitsrhythmus vorgeben. Vielleicht ist es kein Zufall, dass die Metronomangabe des Eingangschores eine Zählzeit gleich Sechzig setzt, dass Orff also genau den Sekundenrhythmus anschlägt, dem wir alle unterworfen sind. Die rhythmisch zwingende, gnadenlos repetitive Struktur der Musik macht das besonders sinnfällig.
John Adams Stück A Dharma at Big Sur übersetzt diese zeitliche Dimension in eine räumliche. Das Stück ist von der kalifornischen Küstenlandschaft Big Sur inspiriert. Es ist aber mehr als reine Naturschilderung. Ähnlich wie die Carmina konfrontiert es den Hörer mit dem Bewusstsein seiner eigenen Begrenztheit angesichts der unendlichen Weiten. Die Musik von Adams und Orff gibt damit der Choreografie ganz wesentliche Impulse vor. Es sind weniger die naturalistisch-plakativen Bilder, die uns heute etwas erzählen können, als vielmehr die existentiellen Fragen des Lebens, vor die uns dieses Stück stellt: die Vergäng­lich­keit, der Wunsch nach Dauer im ewigen Lauf der Zeit. 

»Mario Schröder hat es geschafft, zwei Gegensätze sich gegenüberzustellen und dabei doch eine Einheit zu schaffen.« (Leipzig Fernsehen)

»In Leipzig deutet sich ein Ballettwunder an. Die Sparte punktet Schlag auf Schlag – und das Publikum rast.« (Sächsische Zeitung)

»… die Leistungen von Solisten, Gesang wie Tanz, wie auch Chor, Orchester und Ballett sind großartig.« (Leipzig Almanach)

Inszenierung

Musikalische Leitung Anthony Bramall | Choreografie Mario Schröder | Bühne, Kostüme, Video Andreas Auerbach / Paul Zoller | Choreinstudierung Alessandro Zuppardo | Einstudierung Kinderchor Sophie Bauer

Besetzung

Sopran Eun Yee You| Tenor Martin Petzold | Bariton Uwe Schenker-Primus | Chor und Kinderchor der Oper Leipzig | Leipziger Ballett | Gewandhausorchester | E-Geige David Wedel
 

 

Pressestimmen

  1. »Mario Schröder hat es geschafft, zwei Gegensätze sich gegenüberzustellen und dabei doch eine Einheit zu schaffen.…«

    Leipzig Fernsehen

  2. »In Leipzig deutet sich ein Ballettwunder an. Die Sparte punktet Schlag auf Schlag – und das Publikum rast.…«

    Sächsische Zeitung

  3. »… die Leistungen von Solisten, Gesang wie Tanz, wie auch Chor, Orchester und Ballett sind großartig.…«

    Leipzig Almanach

Stückeinführung

Stückeinführungen zu Carmina Burana / A Dharma at Big Sur finden 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Konzertfoyer statt. Nach jeder Aufführung lädt das Leipziger Ballett zu einem Nachgespräch ins Operncafé.