Paul Zoller
absolvierte ein Architekturstudium an der Hochschule der Bildenden Künste in Wien, der University of Michigan und der Hochschule der Künste in Berlin und nahm als Architekt an zahlreichen Wettbewerben und Ausstellungen teil. Nach seinem Bühnenbildstudium an der Akademie der Bildenden Künste etablierte er sich als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner sowie als bildender Künstler. Seine Theaterlaufbahn führte ihn u.a. an das Mainfrankentheater in Würzburg, an das Aalto Theater Essen sowie an das Theater Dortmund. Häufiger Regiepartner im Bereich des Musiktheaters ist für ihn Thilo Reinhardt, mit dem er unlängst eine Neuproduktion von Beethovens »Leonore« am Deutschen Nationaltheater Weimar herausgebracht hat. Für Mario Schröder entwarf er zahlreiche Bühnenbilder, u.a. zu »Fight!« und »Versunken in BLUE«. An der Oper Leipzig zeichnet er 2010/11 verantwortlich für Bühne, Kostüme, Video zu »Carmina Burana / A Dharma at Big Sur«, »Chaplin« und »Jim Morrison«, an der Musikalischen Komödie für die Bühne zum »Waffenschmied«. 2011/12: Bühne, Kostüme, Video zu »Mörderballaden« und »Catulli Carmina« (dritter Teil des Ballettabends »Herzbrennen«). 2012/13 neu: Bühne, Kostüme, Video zu »Eine Weihnachtsgeschichte«, »Ein Liebestraum« und »Das Nibelungenlied«.
Andreas Auerbach
geboren in Gera. Studium des Bühnen- und Kostümbilds an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Von 1992 bis 1998 war er als Bühnenbild- und Kostümassistent u.a. am Hebbel-Theater Berlin, am Schauspiel Graz, am Maxim-Gorki-Theater Berlin sowie an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz tätig. Seit 1994 arbeitet er als freier Bühnen- und Kostümbildner für Schauspiel, Musiktheater und Ballett an den Theatern von Altenburg, Berlin, Dessau, Gera, Göttingen, Jena, Kassel, Kiel, Leipzig, Neustrelitz und Würzburg. Mit Mario Schröder verbindet Andreas Auerbach eine langjährige Zusammenarbeit. In Kiel entstand zuletzt das Bühnenbild zu den „Mörderballaden“ von Nick Cave und zu Schröders letzter Choreografie für Kiel, dem „Nibelungenlied“ (beide zusammen mit Paul Zoller). Für die Kieler Oper trat Auerbach bereits als Bühnenbildner für die Neuinszenierung von Smetanas „Die verkaufte Braut“ hervor. Nach den beiden gefeierten Produktionen von Händels „Alcina“ und „Julius Cäsar“ arbeiten Andreas Auerbach und Silvana Schröder auch in dieser Spielzeit wieder für die Oper Kiel – an Richard Strauss’ „Salome“. An der Oper Leipzig 2010/11 zusammen mit Paul Zoller Bühne, Kostüme, Video zu »Chaplin«. 2011/12: Bühne, Kostüme, Video zu »Mörderballaden« und »Catulli Carmina« (dritter Teil des Ballettabends »Herzbrennen«). 2012/13 neu: Bühne, Kostüme, Video zu »Eine Weihnachtsgeschichte« und »Das Nibelungenlied«.
Meryl Tankard
nach ihrer Karriere als Tänzerin u.a. als Mitglied des legendären Wuppertaler Tanztheaters unter Pina Bausch wurde Meryl Tankard 1989 Künstlerische Leiterin der Kompanie in Canberra/Australien, 1993 Direktorin des Australian Dance Theatre in Adelaide, das von diesem Zeitpunkt an »Meryl Tankard Australian Dance Theatre« heißt. Seit 1999 arbeitet sie als freie Choreografin. Ihre poetischen und kraftvollen Bildschöpfungen bewies sie bei der Gestaltung der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Sydney 2000 und bei ihrer Mitwirkung an Bühnenproduktionen für Disney. Zu ihren weiteren Kreationen zählen »Merryland« und »Petruschka« für das Nederlands Dans Theater, »Bolero« für die Oper in Lyon und »Wild Swans« für das Australian Ballet. Ihre aktuellen Arbeiten »Kaidan« und »Oracle« entstanden für das Sydney Festival. Für das Leipziger Ballett choreografiert sie 2011/12 »Cinderella« als Uraufführung und schuf zusammen mit Cordelia Matthes auch die Kostüme.
Cordelia Matthes
Die gebürtige Berlinerin studierte in Berlin und Barcelona Bühnen- und Kostümbild. Seit 1997 arbeitet sie als freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin in den Bereichen Oper, Schauspiel und Ballett. Neben zahlreichen Engagements in Deutschland arbeitet sie in Österreich, Italien und Polen. Verpflichtungen führten sie u.a. an die Deutsche Oper Berlin (Verdi: »Simon Boccanegra«), Volksoper Wien (»Alice«), Staatstheater Kassel (u.a. Wagner: »Der fliegende Holländer«, Rossini »L’Italiana in Algeri«), Komische Oper Berlin, Staatstheater Oldenburg (u.a. Verdi: »Rigoletto«, Ligeti: »Le Grand Macabre«), Theater Lübeck, Kammeroper Wien, Teatro Coccia di Novara, Opera Krakowska u.v.m. 2005 arbeitete sie erstmals mit Giorgio Madia zusammen, als das Tanzstück »Alice« an der Wiener Volksoper seine Uraufführung erlebte. Seither gab es mit ihm zahlreiche weitere Zusammenarbeiten (u.a. zu »Oz - The Wonderful Wizard«). In Meryl Tankard’s Uraufführung »Cinderella« zeichnet sie für das Bühnenbild und die Mitarbeit an den Kostümen verantwortlich.
Uwe Scholz
wurde am 31. Dezember 1958 im Hessischen geboren. Mit nur vier Jahren erhielt er ersten Ballettunterricht, den er zwei Jahre später am Landestheater Darmstadt fortsetzte. 1973 bestand er unter John Cranko die Aufnahmeprüfung an der Ballettschule der Württembergischen Staatstheater Stuttgart, wo er 1979 seine Ausbildung abschloss. Im gleichen Jahr als Mitglied des Stuttgarter Balletts unter Vertrag genommen, betraute ihn Marcia Haydée mit einer Reihe von choreografischen Aufgaben und sollte damit seine weitere Entwicklung am nachhaltigsten beeinflussen und prägen. 1980 erhielt Uwe Scholz von Haydée einen festen Choreografievertrag und zog sich als Tänzer von der Bühne zurück. Zwei Jahre später wurde er zum ersten »Ständigen Choreografen« des Stuttgarter Balletts nach Crankos Tod ernannt. Als Sechsundzwanzigjähriger wurde Uwe Scholz Ballettdirektor und Chefchoreograf des Zürcher Opernhauses und leitete das Zürcher Ballett sechs Jahre bis 1991. In seiner langjährigen Karriere als Choreograf hat er sich ein umfangreiches Repertoire geschaffen. Die musikalische Bandbreite reicht, abgesehen von den einst bevorzugten Komponisten Mozart, Wagner und Strawinsky, von der Renaissance-Musik bis zur Zusammenarbeit mit Tonschöpfern der Gegenwart, wie z.B. Udo Zimmermann oder Pierre Boulez. Als Choreograf war Uwe Scholz weltweit gefragt und schuf u.a. Ballette für die Staatsoper Wien, die Mailänder Scala, immer wieder für das Stuttgarter Ballett, für Les Ballets de Monte Carlo sowie für Jirˇi Kyliáns Nederlands Dans Theater, für Jerusalem, Stockholm und Toronto. Auf vielen internationalen Bühnen konnte sich die choreographische Handschrift von Scholz einen Namen machen (u.a. New York, Paris, Moskau, Rio de Janeiro, Madrid, Florenz, Tokio, Berlin, München). Für seine Leistungen als Choreograf wurde Uwe Scholz 1987 mit dem Preis »Ommagio Alla Danza« der Organisation »Espressione Europa« in Venedig ausgezeichnet und bekam 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Für seine Choreografie »Die Große Messe«, die er im Februar 1998 mit dem Leipziger Ballett uraufführte, erhielt er den Theaterpreis der Bayerischen Staatsregierung für die Sparte Tanz 1998. Mit dem Deutschen Tanzpreis wurde er 1999 in Essen ausgezeichnet. Seit 1991 war Uwe Scholz Ballettdirektor und Chefchoreograf an der Oper Leipzig. Am 21. November 2004 verstarb Uwe Scholz nach schwerer Krankheit im Alter von 45 Jahren.
2012/13 im Repertoire des Leipziger Balletts: im Ballettabend »Herzbrennen« das Erste Klavierkontert von Béla Bartók sowie Suite für zwei Klaviere von Sergej Rachmaninow, für die er jeweils auch Bühne und Kostüme schuf.