Andreas Auerbach

geboren in Gera. Studium des Bühnen- und Kostümbilds an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Von 1992 bis 1998 war er als Bühnenbild- und Kostümassistent u.a. am Hebbel-Theater Berlin, am Schauspiel Graz, am Maxim-Gorki-Theater Berlin sowie an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz tätig. Seit 1994 arbeitet er als freier Bühnen- und Kostümbildner für Schauspiel, Musiktheater und Ballett an den Theatern von Altenburg, Berlin, Dessau, Gera, Göttingen, Jena, Kassel, Kiel, Leipzig, Neustrelitz und Würzburg. Mit Mario Schröder verbindet Andreas Auerbach eine langjährige Zusammenarbeit. In Kiel entstand zuletzt das Bühnenbild zu den »Mörderballaden« von Nick Cave und zu Schröders letzter Cho­­reografie für Kiel, dem »Nibelungenlied« (beide zusammen mit Paul Zoller). Für die Kieler Oper trat Auerbach bereits als Bühnenbildner für die Neuinszenierung von Smetanas „Die verkaufte Braut“ hervor. Nach den beiden gefeierten Produktionen von Händels »Alcina« und „Julius Cäsar“ arbeiten Andreas Auerbach und Silvana Schröder auch in dieser Spielzeit wieder für die Oper Kiel – an Richard Strauss’ »Salome«. An der Oper Leipzig 2010/11 zusammen mit Paul Zoller Bühne, Kostüme, Video zu »Chaplin«. 2011/12: Bühne, Kostüme, Video zu »Mörderballaden« und »Catulli Carmina« (dritter Teil des Ballettabends »Herzbrennen«). 2012/13 Bühne, Kostüme, Video zu »Eine Weihnachtsgeschichte« und »Das Nibelungenlied«, 2013/14 Bühne, Kostüme zu »Blühende Landschaft« im Ballettabend »Pax 2013« und zu »Mozart Requiem«. Rekonstruktion der Ausstattung von »Pax questuosa«. 2014/15 Bühne, Kostüme, Video zu »Othello« und »West Side Story«.

Paul Zoller

geboren in Innsbruck. Studium an der Hochschule der bildenden Künste Wien, der University of Michigan und der Hochschule der Künste in Berlin. Arbeit als Architekt und Gründung der Architektengruppe »The poor boys enterprise«. Ausstattungen für verschiedene Opern- und Theaterproduktionen u. a. an der Deutschen Oper Berlin, am Opernhaus Zürich, an der Komischen Oper Berlin, beim Festival Aix-en-Provence, beim Edingbourgh Festival, an der Opera Comique Paris, an der Oper Leipzig, am Theater Basel, am Aalto-Theater Essen, am Opernhaus Dortmund, am Nationaltheater Weimar und am Staatstheater Kassel. Zusammenarbeit u. a. mit den Regisseuren Andreas Homoki, Thilo Reinhardt, Lorenzo Fioroni, Jetzke Mijensken und dem Choreografen Mario Schroeder. Daneben Tätigkeit als Bildender Künstler im Bereich Performance und Installation. 2012 Nominierung zum Faustpreis. An der Oper Leipzig 2010/2011 Bühne, Kostüme und Video zu »Carmina Burana / A Dharma at Big Sur«, »Chaplin« und »Jim Morrison«, an der Musikalischen Komödie Bühne zum »Waffen­schmied«. 2011/2012 Bühne, Kostüme und Video zu »Mörderballaden« und »Catulli Carmina« (dritter Teil des Ballettabends »Herzbrennen«). 2012/2013 Bühne, Kostüme und Video zu »Eine Weihnachtsgeschichte«, »Ein Liebestraum« und »Das Nibelungenlied«. 2013/2014 Bühne und Kostüme zu »Blühende Landschaft« im Ballettabend »Pax 2013«. 2014/15 Bühne, Kostüme, Video zu »Othello«, »Rachmaninow« und »West Side Story«.

Rakefet Levy

Uwe Scholz

wurde am 31. Dezember 1958 im Hessischen geboren. Mit nur vier Jahren erhielt er ersten Ballettunterricht, den er zwei Jahre später am Landestheater Darmstadt fortsetzte. 1973 bestand er unter John Cranko die Aufnahmeprüfung an der Ballettschule der Württembergischen Staatstheater Stuttgart, wo er 1979 seine Ausbildung abschloss. Im gleichen Jahr als Mitglied des Stuttgarter Balletts unter Vertrag genommen, betraute ihn Marcia Haydée mit einer Reihe von choreografischen Aufgaben und sollte damit seine weitere Entwicklung am nachhaltigsten beeinflussen und prägen. 1980 erhielt Uwe Scholz von Haydée einen festen Choreografievertrag und zog sich als Tänzer von der Bühne zurück. Zwei Jahre später wurde er zum ersten »Ständigen Choreografen« des Stuttgarter Balletts nach Crankos Tod ernannt. Als Sechsundzwanzigjähriger wurde Uwe Scholz Ballettdirektor und Chefchoreograf des Zürcher Opernhauses und leitete das Zürcher Ballett sechs Jahre bis 1991. In seiner langjährigen Karriere als Choreograf hat er sich ein umfangreiches Repertoire geschaffen. Die musikalische Bandbreite reicht, abgesehen von den einst bevorzugten Komponisten Mozart, Wagner und Strawinsky, von der Renaissance-Musik bis zur Zusammenarbeit mit Ton­schöpfern der Gegenwart, wie z.B. Udo Zimmermann oder Pierre Boulez. Als Choreograf war Uwe Scholz weltweit gefragt und schuf u.a. Ballette für die Staatsoper Wien, die Mailänder Scala, immer wieder für das Stuttgarter Ballett, für Les Ballets de Monte Carlo sowie für Jirˇi Kyliáns Nederlands Dans Theater, für Jerusalem, Stockholm und Toronto. Auf vielen internationalen Bühnen konnte sich die choreographische Handschrift von Scholz einen Namen machen (u.a. New York, Paris, Moskau, Rio de Janeiro, Madrid, Florenz, Tokio, Berlin, München). Für seine Leistungen als Choreograf wurde Uwe Scholz 1987 mit dem Preis »Ommagio Alla Danza« der Organisation »Espressione Europa« in Venedig ausgezeichnet und bekam 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Für seine Choreografie »Die Große Messe«, die er im Februar 1998 mit dem Leipziger Ballett uraufführte, erhielt er den Theaterpreis der Bayerischen Staatsregierung für die Sparte Tanz 1998. Mit dem Deutschen Tanzpreis wurde er 1999 in Essen ausgezeichnet. Seit 1991 war Uwe Scholz Ballettdirektor und Chefchoreograf an der Oper Leipzig. Am 21. November 2004 verstarb Uwe Scholz nach schwerer Krankheit im Alter von 45 Jahren.

2012/13 im Repertoire des Leipziger Balletts: im Ballettabend »Herzbrennen« das Erste Klavierkontert von Béla Bartók sowie Suite für zwei Klaviere von Sergej Rachmaninow, für die er jeweils auch Bühne und Kostüme schuf.